Chloé aus alten T-Shirts

Zurzeit habe ich das Gefühl ich brauche ein paar neue Kleider um aus dem typischen Mama-Look bestehend aus Jeans und Shirt öfter einmal ausbrechen zu können. Bequem soll es aber trotzdem sein. Also am besten Kleider aus Jersey. Gesagt, getan. Zwei Ellas habe ich mir bereits in den letzten Wochen genäht, nun gibt es wieder einen pattydoo-Schnitt: Chloé. (Reiner Zufall. Mir gefällt einfach diese Mischung aus casual und schick, der durch den Tulpenrock entsteht.)

Eigentlich für Sweat konzipiert, aber da ich ja wieder erst einmal diese Probe aus alten, ungetragenen und ungewaschenen Band-T-Shirts nähen wollte und der eigentlich angedachte Stoff ohnehin eher Richtung Sommersweat geht, habe ich in dieser braunen Version ganz normal eine 36 zugeschnitten. Das stimmt mit meinen Maßen am besten überein. Nur verlängert habe ich: das Oberteil um 4 Zentimeter, den Rock um 7 Zentimeter. Ach ja, und ich musste den vorderen Rock in zwei Teilen zuschneiden, daher die Naht. Passte leider nicht im Bruch aufs Shirt. Was aber nun mal einfach nicht anders ging, wirkt doch mittlerweile wie ein gewolltes Design-Feature (oder ich rede es mir einfach schön. ;-)).

Und was soll ich sagen? Ich bin zufrieden. Alles hat ganz gut geklappt, die einzelnen Schritte waren gut nachvollziehbar. Allein das Gummiband im Rücken einzunähen hat mich ein paar Nerven gekostet. Gleichmäßigkeit ist gar nicht so einfach. Und nach längerem Tragen gefällt mir der Schnitt an mir auch sehr gut, nachdem ich anfangs noch sehr mit den Kellerfalten und den aufklaffenden Taschen gehadert habe. Allerdings weiß ich nicht so recht, ob es mir in dem geplanten Stoff gefallen wird. Der wird ja etwas mehr Stand haben und ich befürchte, dass es dann doch mehr auftragen wird. Vielleicht sollte ich die Falten ein kleines Stück mehr schließen, damit sie erst später aufklaffen? Oder ganz auf die Falten verzichten und das Rockteil entsprechend verschmälern? Die Taschen werde ich wohl in der zweiten Version dann zum Teil aus Jersey nähen, damit es weniger aufträgt, sowie den Eingriff verschmälern. Mal sehen, wie es klappt. Was ich allerdings nicht ändern werde, ist der Brustabnäher. Ich denke, er sitzt ganz gut – anders als zuvor gedacht. Oder was meint ihr?

Ohne Strickjacke und Langarm-Shirt (beides schon seit Ewigkeiten Bestandteil meines Kleiderschranks) sowie schwarze Baumwolle-Leggings (Living Crafts, Fair wear) und Stiefel (ebenfalls Fair wear von Think!) an von der Mama selbstgestrickte Wollsocken (seht ihr sie durchblitzen?) konnte ich die Chloé leider noch nicht tragen. Aber bald. Bestimmt. Irgendwann muss es ja mal wärmer werden. 🙂 Immerhin den Fahrradtest hat es schon bestanden. Klappt.

(Beitrag ist verlinkt beim Me Made Mittwoch.)

Ella aus alten T-Shirts

Schon recht lange schlummert der Schnitt für das Jerseykleid „Ella“ von pattydoo auf meiner Festplatte. Nun habe ich es endlich ausgedruckt und zusammengeklebt – und auch schon zweimal genäht. Nummer eins ist diese „Ella“ aus alten Promo-T-Shirts einer Band, die es längst nicht mehr gibt und dessen Restbestände ich bekommen habe. (Sehr praktisch zum Probenähen. ;-))

Genäht ist das Kleid aus ingesamt 5 T-Shirts in den Größen L und M. Die Rockteile konnte ich aufgrund der Größe nicht im Bruch zuschneiden, sondern in jeweils zwei Teilen, die ich dann einfach miteinander vernäht habe. So habe ich zwar im Rockteil eine Teilungsnaht, aber das gefällt mir als Detail bei der ansonsten sehr schlichten Ella sehr gut. Für die Ärmel habe ich das Schnittmuster geschickt am vorhanden Saumen der T-Shirts ausgerichtet und konnten so den Schritt „Säumen der Ärmel“ auslassen. Auch ganz nett. Den Rock habe ich wieder mit der Zwillingsnadel gesäumt. Ich bin wirklich begeistert, auch wenn ich hier ein paar kleine Schwierigkeiten mit der Oberfadenspannung hatte. Ich konnte sie aber lösen und das macht doch auch stolz.

Im oberen Teil ist das Kleid in 38 bzw D genäht und dann an der Taille auf 36 bzw C verschmälert. Allerdings ist oberhalb der Brust eindeutig zu viel Stoff. Bei der zweiten Version habe ich daher auch oben eine 36 genäht und zusätzlich noch die Schultern etwas verschmälert. Es ist aber immer noch etwas Stoff zu viel. Habt ihr vielleicht einen Tipp, was ich noch anpassen könnte? Und bei der Durchsicht der Fotos fällt mir auch auf, dass im Rücken etwas viel Stoff in der Taille ist. Anpassen das nächste Mal durch einen horizontalen Abnäher?

Zurzeit style ich die Ella – die zwar zur Probe genäht wurde, aber natürlich trotzdem gern getragen wird – noch am liebsten mit blauer Strumpfhose, grüner (Kauf-)Strickjacke und Stiefeln.

(Beitrag ist verlinkt beim Me Made Mittwoch.)

Obstbeutel

Nachdem Anfang Januar der Reißverschluss meines Wäschenetzes kaputt gegangen ist und es nun natürlich nicht mehr seinen Zweck erfüllt, sondern die besonderen Wäschestücke doch in der ganzen Waschmaschine verteilt, mochte ich es nicht wegwerfen. Der weiße Netzstoff eignet sich nämlich perfekt für ein Projekt, das ich lange schon umsetzen wollte: Obstbeutel für den nächsten Obst- und Gemüseeinkauf im Supermarkt. Denn auch wenn ich wirklich viel Frisches auf dem Wochenmarkt kaufe, muss es manchmal eben doch der Supermarkt sein. Weil es einfach nicht anders gepasst hat. Und auch wenn ich dann meistens Obst und Gemüse lose einpacke, geht es manchmal auch nicht.

Ich habe die Beutel ganz einfach genäht. Dafür habe ich den Reißverschluss oben abgeschnitten, den Rest einmal in der Mitte geteilt, so dass ich bereits zwei geschlossene Nähte (jeweils eine Seitennaht und die Bodennaht) hatte. Dann nur noch die Seite erst mit einem Gradstich genäht und dann noch einmal mit einem Zigzagstich versäubert. Für den Tunnelzug habe ich den oberen Rand einmal umgefaltet, festgesteckt und dann mit einem Zigzagstich vernäht. Nur noch Band aus dem Fundus eingefädelt, fertig. Die Beutel haben zwei verschiedene Größen. Beim kleineren Beutel habe ich vor dem Nähen spontan am oberen Rand einfach noch etwas mehr abgeschnitten, da mir der erste doch einfach riesig vorkam.

Ich bin ganz gespannt, was die Kassiererinnen an der Kasse demnächst sagen… Ich freue mich aber erstmal über das kleine umweltschonende Upcycling – denn jeder Schritt zählt – und das ich gleich am nächsten Jahres-Sew-Along teilnehme in diesem Monat: dem Taschen-Sew-Along von greenfietsen und 4freizeiten. Yeah. Mal sehen wie es weiter läuft.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag, HoT und dem Taschen-Sew-Along.)

Jeanslatzhose

Die Strampelhose von Klimperklein habe ich mittlerweile schon aus verschiedenen Materialen und in unterschiedlichen Größen genäht. Diese Jeans-Strampelhose ist bereits im Sommer aus einer ausrangierten Jeans entstanden. Größe ist 86. Kombiniert habe ich den Jeansstoff mit einer maritimen Webware in rot für den Beleg und zwei kleine Po-Taschen sowie roten Bündchen. Die Druckknöpfe sind Anorak-Knöpfe von Prym. Die empfand ich für die Jeanshose wesentlich robuster als einfache Druckknöpfe. Außerdem habe ich diesmal auf einen Mitwachsknopf verzichtet, wie es auch in der Anleitung von Pauline empfohlen wird.

(Beitrag ist verlinkt bei Creadienstag und HoT.)

 

Hosenkissen

Anders und besonders, das ist dieses Hosenkissen. Genäht aus einer Urlaubsandenken-Hose, die leider nicht mehr passte, und einem gefakten Hemd aus blau-weiß gestreiften Canvas-Resten als Geburtstagsgeschenk.

Ich habe die Hosenbeine kurz unterhalb des Schritts abgeschnitten und dann die Innenbein-Nähte aufgetrennt und vorne und hinten überlappend zusammengenäht. Für das unechte Hemd habe ich zwei Streifen zugeschnitten, das vordere etwas länger um daraus die typische Hemdsöffnung zu falten und nähen. Das Knopfloch ist ebenfalls nur gefakt. 🙂 Den Streifen habe ich dann an den Hosenbund von innen genäht, bevor die offenen Nähte geschlossen wurden. Alles durch den Reißverschluss gewendet und dann mit Füllwatte gestopft.

Aus den Hosenbeinen habe ich dann noch zwei Utensils genäht. Ganz fix und einfach.

(Beitrag ist verlinkt auf Creadienstag und HoT.)