Weihnachtskleid Sew Along 2017

Dieses Jahr gibt es wieder ein Weihnachtskleid. So. Habe ich jetzt einfach mal beschlossen. Während ich derzeit in der (Geburtstags-)Wichtelwerkstatt unterm Dach vor mich hinwerkle. (Einer der Gründe, warum es hier gerade so still ist…) Und beim Werkeln hat man ja auch mal Zeit die Gedanken schweifen zu lassen. Richtung Schnittmuster und Stoffe. Daher weiß ich auch schon genau, was es werden soll. Nur Details sind noch unklar.

Weihnachten soll bei uns zwar besonders, aber vor allem gemütlich werden. Außerdem mag ich es gerne kuschelig. Die Stoffwahl bewegt sich also allein deswegen zwischen Strickstoff und Sweat. In diesem Jahr hat der Sweat gewonnen – und er liegt sogar schon gewaschen in meinem Stoffregal: ein grauer Wintersweat mit bunten Sprenkeln. Und der Stoff ist so kuschelig. Freue mich schon richtig aufs tragen.

akhimo, Sweat für das Weihnachtskleid 2017, WKSA 2017

Ein Schnittmuster stand sogar schon vorher fest: Die Ronja von pattydoo gefällt mir sehr gut. Ich komme mit den Schnitten gut klar, sie sitzen und außer verlängern muss ich nichts ändern – bisher zumindest. (Toitoitoi, dass es so bleibt.) Allerdings möchte ich einen Stehkragen statt Kapuze haben und ich bin mir nicht sicher, ob ich es nun mit Taschen nähen soll oder nicht. Was meint ihr?

Nun muss ich nur noch die Zeit finden, das Schnittmuster zusammenzukleben. Und dann geht es weiter.

(Beitrag ist verlinkt beim WSKA 17 des Me Made Mittwoch.)

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Eine Chloe ohne Falten

Schon lange lag noch ein großer Rest eines schwarzen welligen, aus zwei Schichten bestehenden Jerseys (der genauer Name fällt mir nicht ein) von Lillestoff in meinem Stoffregal, der auf Verarbeitung wartet. Da die daraus genähte „My Cuddle Me“-Jacke eines meiner liebsten Kleidungsstücke ist, dachte ich mir, das ein Kleid daraus auch sehr gemütlich wäre. Und das ist es auch – trotz des etwas mühseligen und nicht an Flüchen armen Weges dorthin.

Weil mir meine erste Chloe nach dem Schnittmuster von pattydoo so gut gefällt, habe ich mich für diesen Schnitt entschieden – auch da er ja für Sweat konzipiert ist und daher mit dem dickeren Jersey gut klarkommen sollte. Allerdings wollte ich den Schnitt etwas abändern. Der Rock sollte gerne etwas enger und daher habe ich die Falten im Schnittmuster weggeknickt und erst dann zugeschnitten. So ist der Rockteil nun faltenlos, hat aber immer noch eine leichte Tulpenform, was mir sehr gut gefällt.

Die Schnittänderungen haben mir keine Schwierigkeiten bereitet, allerdings die Dehnbarkeit des Stoffes. Während das Oberteil ohne große Probleme zusammen gefunden hat, hat sich der Rockteil leider ganz schön verzogen und an den Seitennähten unschöne Falten geworfen. Bügeln mit viel Dampf hat leider nicht den gewünschten Effekt gebracht. Also musste ich nochmal ran. Zunächst habe ich die Taschen aus der Seitennaht rausgetrennt und unabhängig von der Tasche geschlossen, was schon etwas im Fall gebracht hat. (Nun kann man die Taschen sogar rausdrücken.) Dann habe ich noch einmal an der Kurvenform der Seiten gearbeitet und diese etwas sanfter gezogen. Immer noch nicht ganz gut, aber immerhin. Und dann habe ich beschlossen, nun wird das Kleid doch noch einmal gewaschen. Und siehe da, es hat fast alle meine Probleme mit dem Fall des Rocks beseitigt. Muss ich doch keinen neuen Rock nähen. Vor der Entscheidung stand ich nämlich schon kurz. Durch das Waschen haben sich die Wellen des Stoffes anscheinend wieder zusammengezogen, während ich sie beim Bügeln wohl eher zu sehr geplättet habe.

Obwohl es eher ein Herbst-/Winterkleid ist, habe ich mich trotzdem für kurze Ärmel entschieden. Ich denke, so ist das Kleid wandelbarer. So kann ich durch ein Langarm-Shirt ebenso wie durch eine Strickjacke Farbe ins Spiel bringen und das Zwiebelsystem ist auch wunderbar möglich.  Auf das Gummiband an der Rückennaht habe ich verzichtet. Die Säume sind übrigens alle einfach mit einem kleinen Zickzack-Stich gearbeitet. Hatte einfach keine Lust noch die Zwillingsnadel einzusetzen nach all den Problemen und wollte nur noch fertig werden. 🙂

(Beitrag ist verlinkt beim Me Made Mittwoch.)

 

Ein Satz Panties

Ich hab’s wieder getan. Was? Mir Unnerbüxen genäht. Die ersten beiden trage ich wirklich gern und da ich einfach mal einen Satz neue brauchte, lag das selber nähen doch wieder sehr nah. Stoffreste habe ich eh und ein wenig Upcycling konnte ich in diesem Zusammenhang auch gleich noch unterbringen: Die Wäschegummis sind von alten Unterhosen, bei denen der Stoff unreparierbar kaputt gegangen ist, wieder verwertet. Das klappte wirklich gut.

Genäht habe ich wieder das kostenlose Panty-Schnittmuster „Eve“ von pattydoo, das ich nach der ersten Unterhose etwas in der Höhe geändert habe. Bei zweien den Panties habe ich die Rückseite statt aus den zwei Stücken, die im Schnittmuster vorgesehen sind, im Bruch genäht. Das Schnittteil hat zwar eigentlich einen leichten Bogen, aber ich habe es so auf den Bruch gelegt, dass es im Zwickel noch passte. Daher ist die Hose über dem Po zwar etwas schmaler, was sich mir beim Tragen aber nicht wirklich bemerkbar macht. Wenn merkt man eher Unterschiede in der Stärke und Dehnbarkeit der gewählten Jerseys. Der Anker-Jersey ist zum Beispiel viel fester als der Rosen-Jersey.

Die anderen beiden Schlüpis sind wieder aus zwei Teilen an der Rückseite. Bei der einen habe ich leider nicht aufgepasst und das Schnittteil nicht spiegelverkehrt zugeschnitten. Für einen zweiten Versuch war allerdings nicht mehr genug vom Stoff übrig. Ach ja, dann improvisieren wir mal eben. So ein applizierter Anker hat ja auch was. 😉

(Beitrag ist verlinkt bei RUMS.)

Rock Lisa mit Feenstaub

Von unserem Ausflug in die Niederlande habe ich für die Sonnenscheine und mich Stoff mitgebracht. U. a. einen halben Meter eines grauen Jersey mit ganz vielen hellgrauen Feen. Und der große Sonnenschein liebt Feen. (Und Pferde, Einhörner, Glitzer, Schmetterlinge, Prinzessinnen… 🙂 ) Da Röcke ebenfalls hoch im Kurs sind, war schnell klar: Aus dem Feen-Jersey wird ein Rock. Bei einem halben Meter gibt es in Größe 110/116 aber nicht mehr ganz so viele Möglichkeiten. Nach einer kleinen Recherche habe ich mich letztendlich für den Rock Lisa nach einer Anleitung von pattydoo entschieden.

Der Rock ist schnell genäht und die (Video-)Anleitung mal wieder typisch pattydoo: sehr verständlich, leicht umzusetzen und die freundliche Art hebt auch noch gleich die Stimmung – wenn das Nähen es ohnehin nicht schon getan hat. 😉 Damit kann es nur klappen. Außer vielleicht mit dem Kräuseln: Mir ist ein Knoten beim Annähen des Bündchens aufgegangen… Argh. Aber es hat trotzdem dann doch noch ganz gut geklappt und fällt nicht auf. Und über das Bündchen reden wir jetzt mal nicht – na, wer findet den Fehler?

Innen sind alle Nähte mit der Overlock genäht, für den Saum habe ich wieder meine Zwillingsnadel eingesetzt und zwei verschiedene Grautöne eingefädelt. Ich mag die Optik, die dadurch entsteht.

Ich habe mich für die Größe 116 entschieden, obwohl hier noch 110 getragen wird. Allerdings wollte ich, dass der Rock ruhig noch etwas länger passt. Dafür werden ich dann evtl. zu einem späteren Zeitpunkt nochmal das Gummiband tauschen müssen bzw. etwas auslassen.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

 

Eine Lunchbag für die Kaffeemaschine

Andere schwören auf ihre Espressomaschine oder ihre French Press, ich auf meine Aeropress. Seit mein Vater mich mit dieser Kaffeemaschine to go angesteckt hat, gibt es bei mir viel häufiger – also jeden Tag – Kaffee gegen das Mittagstief. Und da mein Vater derjenige ist, der seine häufig mitnimmt, musste nun mal endlich eine geeignete Tasche dafür her. Und was eignet sich da besser als eine große Lunchbag, die innen auswischbar ist? Eben.

Genäht habe ich die große Lunchbag nach der Anleitung von pattydoo. Für den Außenstoff habe ich einen Ikea-Stoff verwendet und diesen mit Stoffmalfarbstiften etwas aufgehübscht. Der Innenstoff ist ein wunderbar weiches Wachstuch von Stoff und Stil mit Wimpelketten. Schnell genäht und einfach nur praktisch.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)