Ein Satz Panties

Ich hab’s wieder getan. Was? Mir Unnerbüxen genäht. Die ersten beiden trage ich wirklich gern und da ich einfach mal einen Satz neue brauchte, lag das selber nähen doch wieder sehr nah. Stoffreste habe ich eh und ein wenig Upcycling konnte ich in diesem Zusammenhang auch gleich noch unterbringen: Die Wäschegummis sind von alten Unterhosen, bei denen der Stoff unreparierbar kaputt gegangen ist, wieder verwertet. Das klappte wirklich gut.

Genäht habe ich wieder das kostenlose Panty-Schnittmuster „Eve“ von pattydoo, das ich nach der ersten Unterhose etwas in der Höhe geändert habe. Bei zweien den Panties habe ich die Rückseite statt aus den zwei Stücken, die im Schnittmuster vorgesehen sind, im Bruch genäht. Das Schnittteil hat zwar eigentlich einen leichten Bogen, aber ich habe es so auf den Bruch gelegt, dass es im Zwickel noch passte. Daher ist die Hose über dem Po zwar etwas schmaler, was sich mir beim Tragen aber nicht wirklich bemerkbar macht. Wenn merkt man eher Unterschiede in der Stärke und Dehnbarkeit der gewählten Jerseys. Der Anker-Jersey ist zum Beispiel viel fester als der Rosen-Jersey.

Die anderen beiden Schlüpis sind wieder aus zwei Teilen an der Rückseite. Bei der einen habe ich leider nicht aufgepasst und das Schnittteil nicht spiegelverkehrt zugeschnitten. Für einen zweiten Versuch war allerdings nicht mehr genug vom Stoff übrig. Ach ja, dann improvisieren wir mal eben. So ein applizierter Anker hat ja auch was. 😉

(Beitrag ist verlinkt bei RUMS.)

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Resteverwertung für unten drunter

Ähm ja, ich habe mal zum Liebsten gesagt, er dürfe mich als verrückt bezeichnen, wenn ich anfange mir Unnerbüxen zu nähen. Tja, nun ist dann wohl offiziell: Ich bin verrückt.

Aber eigentlich ist der Schritt doch ganz logisch. Stoffreste sammeln sich über die Zeit so einige an und nur kleine Mützen daraus nähen, ist irgendwann auch langweilig. Und in Anbetracht dessen, dass Unterhosen nun nicht ewig halten und irgendwann Ersatz her muss, ist die Resteverwertung doch ein sehr nachhaltiger Weg – der mir gerade sehr gefällt.

Zum Experimentieren habe ich mir den kostenlosen Schnitt für die Panty „Eve“ von pattydoo zur Hand genommen. Die blaue Blätter-Version, genäht aus den Stoffresten für meine Ella, ist der Schnitt ohne Änderungen. Außer das ich aus Stoffmangel auch die Vorderseite in zwei Teilen zuschneiden musste und hier nun eine Naht habe, das mich allerdings nicht stört. Für den Bund habe ich ein einfaches Gummiband genommen und dieses wie im Video erklärt angenäht (sehr schräg leider) und auf die andere Seite gefaltet. Die Version sitzt schon ganz gut, allerdings könnte der Schritt schmaler und der Bund dafür etwas höher sein.

Also Version zwei. Den Bund habe ich nach oben um einen Zentimeter angehoben und den Schritt um einen Zentimeter verringert. Statt eines Gummibandes habe ich für den Bund bei der grauen  Punkte-Version einen schmalen Jerseybund verwendet. Das gefällt mir wirklich sehr gut und werde ich sicherlich noch einmal so machen.

Die Pantys sind ein schnelles Projekt für zwischendurch und inklusive Zuschnitt zügig genäht. Die Unnerbüxen sind angenehm zu tragen. Eine Wiederholung wird es also definitiv geben. Allein bei der Verarbeitung müsste ich noch besser werden. Vor allem für den Zwickel möchte ich mir eine andere Saumvariante überlegen. Laut Anleitung wird der Beinsaum einfach nur einen Zentimeter umgeschlagen. Am Zwickel passiert es so allerdings – mir zumindest -, dass sich die Stofflagen verschieben. Habt ihr eine Idee, wie ich es anders machen könnte?

(Beitrag ist verlinkt bei Rums.)