Rock Lisa mit Feenstaub

Von unserem Ausflug in die Niederlande habe ich für die Sonnenscheine und mich Stoff mitgebracht. U. a. einen halben Meter eines grauen Jersey mit ganz vielen hellgrauen Feen. Und der große Sonnenschein liebt Feen. (Und Pferde, Einhörner, Glitzer, Schmetterlinge, Prinzessinnen… 🙂 ) Da Röcke ebenfalls hoch im Kurs sind, war schnell klar: Aus dem Feen-Jersey wird ein Rock. Bei einem halben Meter gibt es in Größe 110/116 aber nicht mehr ganz so viele Möglichkeiten. Nach einer kleinen Recherche habe ich mich letztendlich für den Rock Lisa nach einer Anleitung von pattydoo entschieden.

Der Rock ist schnell genäht und die (Video-)Anleitung mal wieder typisch pattydoo: sehr verständlich, leicht umzusetzen und die freundliche Art hebt auch noch gleich die Stimmung – wenn das Nähen es ohnehin nicht schon getan hat. 😉 Damit kann es nur klappen. Außer vielleicht mit dem Kräuseln: Mir ist ein Knoten beim Annähen des Bündchens aufgegangen… Argh. Aber es hat trotzdem dann doch noch ganz gut geklappt und fällt nicht auf. Und über das Bündchen reden wir jetzt mal nicht – na, wer findet den Fehler?

Innen sind alle Nähte mit der Overlock genäht, für den Saum habe ich wieder meine Zwillingsnadel eingesetzt und zwei verschiedene Grautöne eingefädelt. Ich mag die Optik, die dadurch entsteht.

Ich habe mich für die Größe 116 entschieden, obwohl hier noch 110 getragen wird. Allerdings wollte ich, dass der Rock ruhig noch etwas länger passt. Dafür werden ich dann evtl. zu einem späteren Zeitpunkt nochmal das Gummiband tauschen müssen bzw. etwas auslassen.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

 

Advertisements

Blätter-Ella

Bei einer Ella kann es natürlich nicht bleiben. Mit der Probe-Ella aus alten T-Shirts war und bin ich im großen und ganzen sehr zufrieden und da war klar, das nun natürlich auch der dafür bestimmte Stoff angeschnitten wird. Vorher habe ich allerdings nochmal vorsichtshalber das Oberteil aus Stoffresten in einer Größe kleiner zur Probe genäht. Passte.

Meine zweite Ella ist nun komplett in einer 36 aus einem wunderbar weichen, aber relativ schweren Interlock, der auch noch recht Knitteranfällig ist, wie die Fotos zeigen. Der hellblaue Stoff mit den weißen Blättern hatte es mir gleich angetan im Stoffladen und nach einer guten Ablagerung im Stoffschrank war er nun fällig. Genäht war die Ella wieder schnell, vor allem da der Schritt mit der Teilungsnaht des Rocks wegfiel. Die Ärmel sind dieses Mal 2/3 lang. Find ich für das sprunghafte Frühlingswetter gerade doch sehr angenehm. Der Saum an Armen und Rock ist mal wieder mit der Zwillingsnadel abgesteppt. Mein neuer liebster Abschluss.

Allerdings zeigt sich an dieser Ella doch mal wieder wie entscheidend die Stoffqualität ist. Obwohl eine Nummer kleiner genäht, finde ich die Ella am Bauch lockerer als die erste Version. Und das Zuviel an Stoff oberhalb der Brust ist noch nicht ganz verschwunden. Auch nachdem ich die Schultern nachträglich verschmälert habe. Aber das sind alles Kleinigkeiten, mit denen ich gut leben kann und die Ella wird gern getragen. Mal nur mit Ballerinas und heller Strumpfhose oder dann auch wieder mit Strickjacke, dicker Strumpfhose und Stiefeln (meine absoluten neuen Lieblingsstiefel von Think!. Und obendrein noch Fair Wear). Aprilwetter eben.

(Beitrag ist verlinkt beim Me Made Mittwoch.)

 

Ella aus alten T-Shirts

Schon recht lange schlummert der Schnitt für das Jerseykleid „Ella“ von pattydoo auf meiner Festplatte. Nun habe ich es endlich ausgedruckt und zusammengeklebt – und auch schon zweimal genäht. Nummer eins ist diese „Ella“ aus alten Promo-T-Shirts einer Band, die es längst nicht mehr gibt und dessen Restbestände ich bekommen habe. (Sehr praktisch zum Probenähen. ;-))

Genäht ist das Kleid aus ingesamt 5 T-Shirts in den Größen L und M. Die Rockteile konnte ich aufgrund der Größe nicht im Bruch zuschneiden, sondern in jeweils zwei Teilen, die ich dann einfach miteinander vernäht habe. So habe ich zwar im Rockteil eine Teilungsnaht, aber das gefällt mir als Detail bei der ansonsten sehr schlichten Ella sehr gut. Für die Ärmel habe ich das Schnittmuster geschickt am vorhanden Saumen der T-Shirts ausgerichtet und konnten so den Schritt „Säumen der Ärmel“ auslassen. Auch ganz nett. Den Rock habe ich wieder mit der Zwillingsnadel gesäumt. Ich bin wirklich begeistert, auch wenn ich hier ein paar kleine Schwierigkeiten mit der Oberfadenspannung hatte. Ich konnte sie aber lösen und das macht doch auch stolz.

Im oberen Teil ist das Kleid in 38 bzw D genäht und dann an der Taille auf 36 bzw C verschmälert. Allerdings ist oberhalb der Brust eindeutig zu viel Stoff. Bei der zweiten Version habe ich daher auch oben eine 36 genäht und zusätzlich noch die Schultern etwas verschmälert. Es ist aber immer noch etwas Stoff zu viel. Habt ihr vielleicht einen Tipp, was ich noch anpassen könnte? Und bei der Durchsicht der Fotos fällt mir auch auf, dass im Rücken etwas viel Stoff in der Taille ist. Anpassen das nächste Mal durch einen horizontalen Abnäher?

Zurzeit style ich die Ella – die zwar zur Probe genäht wurde, aber natürlich trotzdem gern getragen wird – noch am liebsten mit blauer Strumpfhose, grüner (Kauf-)Strickjacke und Stiefeln.

(Beitrag ist verlinkt beim Me Made Mittwoch.)

Amy aus Jersey mit Hirschen

Ich versuche mich ja im Stoffabbau – mehr schlecht, als recht. Aber immerhin. Ein Stoff ist nun auf jeden Fall wieder verarbeitet: ein grauer Jersey mit Hirschaufdruck, den wohl vor 1 1/2 Jahren bei Stoff & Stil gekauft habe. Mit dem Gedanken daraus etwas für den Sonnenschein zu nähen. Hm, ja, hat jetzt nur bedingt geklappt. Der Beleg für die graue Nicki-Strampelhose nach Klimperklein ist immerhin aus dem Stoff. Seitdem schlummerte der Jersey in meinem Regal und wartete auf seinen Einsatz. Und irgendwann in dieser Zeit habe ich beschlossen, dass der nun für mich ist.

Mein erster Gedanken war aus dem angeschnittenen einen Meter ein Kimono Tee zu nähen. Das klappte allerdings nicht. Um ein, zwei Zentimeter war es an den Armen zu kurz. Also weiter überlegt. Dann fiel mir wieder beim Durchsuchen der Festplatte das Pattydoo-Schnittmuster „Amy“ in die Hände, welches man für die Newsletter-Anmeldung als Dankeschön bekam. Hm, Raglan und Oversize wäre doch was. Der ideale Begleiter für die bequemen Spielplatz-Tage… Oder mal schnell zum überziehen, wenn es im Sommer etwas kälter wird. Warum also nicht. Und die Ärmel könnten ja aus dem dunkelgrauen Jerseyrest, den ich ebenfalls noch im Regal gefunden habe. Bei Raglan bietet sich das ja durchaus an…

Einziges Problem: Die „Amy“ ist eigentlich für Sweat konzipiert. Aber wie auch schon im Pattydoo-Facebook-Nähforum häufiger gesehen, wurde sie aber auch schon aus Jersey als gut empfunden. Man müsse sie eben nur ein bis zwei Nummern kleiner zu schneiden. Also vermessen, festgestellt, dass ich mit meinen Maßen ganz knapp unter der 38 liege, und mich dann nach den Tipps für eine 34 entschieden. In der Länge habe ich allerdings gut drei Zentimeter hinzugegeben – auch an den Armen. Was soll ich sagen? Die richtige Entscheidung. Es ist nicht zu weit, aber auch nicht zu eng, einfach genau passend für mich. (Gut, man hätte es auch für die Fotos nochmal an der Schulter zurecht zupfen können… ;-))

Genäht ist das Raglan-Shirt sehr schnell und auch die Erklärung ist wirklich gut und ausführlich. Hat alles wunderbar geklappt. Und nachdem ich endlich die Zwillingsnadel für mich entdeckt habe, sind die Säume natürlich auch mit der Zwillingsnadel genäht. Habe hier und da gelesen, dass ein paar Probleme bei der Inno-vis damit hätten, aber bei mir hat es wirklich sehr gut geklappt und die Naht ist schön dehnbar.

Ich mag meine Hirsch-Amy. Sie trägt sich sehr angenehm und passt einfach sehr schön lässig zu Jeans. Eben einfach casual. Außerdem mag ich den gerundeten Saum. Da bleibt der Rücken auch bedeckt, wenn man mal wieder in der Sandkiste spielt. 🙂

(Beitrag ist verlinkt beim Me Made Mittwoch.)

Ein gerettetes Top

Von „Das war wohl nix“ zu „Für den Spielplatz reicht es mindestens“

Vor fast zwei Jahren habe ich zuletzt ein Top genäht. Mit katastrophalem Ergebnis in meinen Augen. Da dachte ich, ich hätte endlich das Jahr zuvor den perfekten Top-Schnitt gefunden, nur um dann im Jahr darauf festzustellen, dass es wohl doch nur Zufall war… An den Armausschnitten stand das Top fürchterlich weit ab. Einfach, als wäre es viel zu groß oberhalb der Brust. Völlig frustriert habe ich es damals ungesäumt in meine Ufo-Kiste gepfeffert und gewartet, dass ich den Stoff vielleicht nochmal für etwas für die Kids verwenden könnte.

Tja, falsch gedacht. Denn nun ist es doch meins. Und sogar als Top. Ich habe mich einfach mal an Abnähern versucht. Weil ich den Stoff doch eigentlich so mag und es schon sehr gerne für mich haben wollte. Also, das ganze auf links angezogen, zwei Abnäher abgesteckt, die von den Achsel von oben zur Brust verlaufen, und diese dann festgenäht. Ich war allerdings zu faul, das Bündchen nochmal abzutrennen. Da der Abnäher unter den Achseln endet, habe ich mir gedacht, das fällt ohnehin nicht so auf und nur versucht die Naht möglichst mit der Seitennaht enden zu lassen. Hat mehr oder weniger geklappt. 😉

Und – siehe da -es passt. Gut, nun fällt auf, dass es wohl unter den Achseln etwas eng sitzt, vermutlich also die zu kurzen Träger das Problem der oberen Weite waren, aber egal. Denn für den Spielplatz reicht es allemal. (Und da stört es dann auch nicht, dass an den Seiten die weiße Overlock-Naht durchscheint und das Halsbündchen etwas überdehnt ist…)

Da das Top aber noch ungesäumt war und ich mich ja endlich an der Zwillingsnadel probieren wollte, habe ich die Gunst der Stunde genutzt (schlimmer hätte es ja nun nicht werden können) und die Zwillingsnadel eingesetzt und die zusätzliche Garnrolle, was wirklich sehr unkompliziert ist. Ich frage mich echt, warum ich davor so eine Angst hatte und so lange gebraucht habe, es endlich auszuprobieren. Ich bin begeistert vom Ergebnis. Nun wird nur noch mit der Zwillingsnadel gesäumt.

Okay, der perfekte Schnitt für ein Jersey-Top ist es immer noch nicht. Oben zu eng, an den Hüften zu weit. Ich werde also weitersuchen. Kennt ihr noch gute Schnitte für einfache Tops? Tipps sind herzlich willkommen.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)