Hose „Mallorca“ als PJs

Wenn es Herbst wird, dazu noch die erste dicke Erkältung einen einholt, dann muss ich einfach etwas gemütliches Nähen: In diesem Fall wieder einmal eine Schlafanzughose. Statt allerdings mein bisheriges Lieblingsschnittmuster zu nähen, habe ich etwas neues gewagt. Das Schnittmuster „Mallorca“ von Pech&Schwefel eignet sich nämlich wunderbar auch als gemütliche PJs – vor allem wenn man unbedingt ein dickes Bündchen als Beinabschluss haben möchte.

Vernäht habe ich einen kuschelweichen Flanell mit kunterbunten Ankern – quasi meine Antwort auf den drohenden Herbstblues. (Wobei mich der eigentlich selten erwischt, ich liebe den Herbst. :-)) Der Stoff ist ein Geschenk aus den USA gewesen. Dazu eine senfgelbe Kordel, die ich noch in meinem Fundus entdeckt habe, und türkisfarbenes  Bündchen für die Beinabschlüsse.

Die Taschenbeutel habe ich nicht gefüttert, sondern nur einfach genäht und mit der Außenhose vernäht. Vor dem Nähen habe ich alle Schnittteile mit der Overlock versäubert. Für das Beinbündchen habe ich auf die Zugabe für den Saumumschlag verzichtet, damit die Hose nicht zu lang wird. Lang ist sie aber auch so – in voller Absicht. Auf diese Weise rutscht die Hose beim gemütlich auf dem Sofa sitzen nicht so weit nach oben, dass die Unterschenkel frei gelegt werden. Muss ja alles warm bleiben.

Den Bund habe ich ebenfalls anders genäht als im Schnittmuster vorgesehen. Zum einen hatte ich nicht genug Stoff und musste das Schnittteil aus drei zusammengesetzten Stoffstreifen arbeiten. Die eigentliche Naht zum Schließen des Ringes habe ich nach hinten gesetzt und für die Kordel stattdessen vorne zwei Knopflöcher genäht. Zusätzlich zu der Kordel wird der Bund auch durch ein Gummiband gehalten. Damit auch nichts verrutscht.

Dies könnte doch tatsächlich mein neuer Lieblingsschnitt für Pyjamahosen werden. 🙂

(Beitrag ist verlinkt bei RUMS.)

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Hose „Mallorca“ aus einem Sari

Im Sommer liebe ich leichte, etwas pumpige Stoffhosen. Ich habe mir vor Jahren eine wunderbare Hose aus einem leichten Voile gekauft, deren Schnitt und Leichtigkeit ich einfach mag. Und genau so eine würde ich gern ein weiteres Mal haben. Den Schnitt abnehmen hat mich allerdings nicht wirklich gereizt, aber einen neuen ausprobieren natürlich. Die Hose „Mallorca“ von Pech & Schwefel hat mir bereits bei Erscheinen sehr gut gefallen, nur hab ich es da noch nicht zum Kauf des Schnittmusters geschafft. Aber in diesem Sommer. (Apropos Sommer, ich wollte so gerne Tragefotos draussen machen, aber Zeit und Wetter passten einfach nicht zusammen. Daher also doch nur schlechte Innenfotos vor dem Spiegel.)

Nachdem ich – passend zu meinen Maßen – den Schnitt in Größe 38 erst einmal zusammengeklebt habe, verlängerte ich das Schnittmuster noch um 6 Zentimeter um es meiner Körpergröße von fast 1,80 anzupassen. Allerdings kann ich schon gleich sagen: 3 cm hätten auch gereicht. Die Stoffauswahl war schnell gefällt: ein alter dunkelblauer Sari mit eine wunderschönen dunkelroten Bordüre und kleinen roten Stickereien, der sich in meinem Stofflager befand. Einziger Haken: Saristoff ist ganz schön durchsichtig. Aber auch dafür findet sich eine Lösung. Ich habe einfach den oberen Bereich bis circa 5 cm unterhalb der Schrittnaht gedoppelt – und schon sind die wichtigen Stellen richtig bedeckt.

Den Bund habe ich verstärkt, allerdings mit einer Nummer zu fester Einlage. Vielleicht legt sich die Steifheit durchs Tragen noch wieder. Einen Saum brauchte ich dank der Bordüre nicht wirklich umnähen, damit allerdings die Hose etwas pumpiger wird, habe ich einen schmalen Streifen von knapp 0,5 cm umgenäht und ein Hutgummi eingezogen. Der dadurch entstandene Effekt gefällt mir sehr. Für die Kordel habe ich ebenfalls ein Stück der Bordüre verwendet, quasi das Stück, dass an der oberen Seite nach dem Zuschnitt übrig blieb. Evtl. ziehe ich in den Bund noch ein schmales Gummi ein, damit die Kordel nicht so sehr in Mitleidenschaft gerät. Zu nähen ist die Hose übrigens wirklich sehr einfach und schnell. Die Anleitung ist sehr detailliert und alles genaustens erklärt.

Ich liebe die Hose. Der Saristoff ist unglaublich angenehm zu tragen, superbequem und die Hose hat Taschen. Was will man mehr? Die Hose werde ich sicherlich ein weiteres Mal nähen. Allerdings dann vielleicht eine Nummer kleiner, wenn ich mir die Fotos näher betrachte. Was meint ihr?

(Beitrag ist verlinkt beim Me Made Mittwoch.)

Samtige Mama Frida …

… mit kleinen Problemzonen

akhimo_mama_frida_nicki_3Meine „22 in 222 Tagen“-Kreativliste habe ich in den letzten Wochen etwas vernachlässigt. Aber nun ist ein neues Schätzchen bei mir eingezogen für das sich eines der Projekte hervorragend zum Ausprobieren eignet: meine erste Mama Frida. Eine wirklich gemütliche Hose für daheim, mit der man aber auch mal eben schnell zum Briefkasten gehen kann. (Bin sonst eher nicht so der Jogginghosen-trag-ich-auch-draußen-und-zu-jedem-Anlass-Typ.) Weiterlesen