Teemäppchen – Tutorial

Wer den Teemäppchen-Post gelesen hat, erinnert sich vielleicht, dass ich mir den Schnitt dafür zusammengebastelt und dies auch dokumentiert habe. Hm, und dann habe ich überlegt: Warum dann nicht auch gleich ein kleines Tutorial daraus machen. Für euch. Als kleines Dankeschön fürs lesen, kommentieren, folgen. Ich Danke euch herzlich. Ohne euch würde das Bloggen nicht einmal halb so viel Spaß machen. 🙂

Tadaaa. Vorhang auf. Hier ist es nun. Ein kleines Tutorial für die „Teebeutel to go“.

Der Zuschnitt (Nahtzugabe ist enthalten):

  • 2 Rechtecke in den Maßen 15 x 18 cm (Außen- und Innenstoff)
  • 3 Rechtecke in den Maßen 10 x 18 cm (für die kleinen Taschen)
  • 1 Vlies in den Maßen 15 x 18 cm (Ich habe H180 genommen.)
  • Band oder Kordel zum Verschließen, Länge nach belieben (Ich habe 2 Stücke à knapp 50 cm genommen.)

Das Nähen:

  1. Zuerst wird gebügelt: Das Vlies auf den Innenstoff aufbügeln, die kleinen Rechtecke einmal an der langen Seite mittig falten und bügeln. Dabei darauf achten, dass ein Rechteck links auf links gebügelt wird (die untere Tasche, hier Eulenstoff) und die anderen beiden rechts auf rechts gelegt werden. Falls ihr den Außenstoff noch verzieren wollt, ist jetzt die Gelegenheit.
  2. Das Stück, das links auf links gebügelt ist, einmal an der geschlossenen Kante knappkantig absteppen. Bei den beiden anderen Stücken die offenen lange Kante mit einer Nahtzugabe von 0,5 cm verschließen, wenden, bügeln und dann an der geschlossenen Kante, dem Bruch, knappkantig absteppen. (Bild 2)
  3. 4,5 cm von der oberen Kante des Innenstoffs den ersten Streifen (die hintere Tasche, hier rosa Punkte) feststecken und an der unteren Naht knappkantig festnähen (Bild 3). Der zweite Streifen wird 7 cm vom oberen Rand auf den Innenstoff gelegt und ebenfalls einmal an der Nahtseite knappkantig festgesteppt. Nun den letzten Streifen so auflegen, dass er mit dem unteren Rand des Innenstoffs bündig ist, feststecken und dann einmal in der Mitte über alle Lagen eine Naht von oben nach unten setzen (Bild 4).
  4. Das Band ungefähr mittig an beiden feststecken (Bild 5), den Außenstoff und das Innenstoffbündel rechts auf rechts legen (Bild 6) und einmal mit einer Nahtzugabe von 1 cm einmal drumherum nähen. Wendeöffnung nicht vergessen. Achtet auf die Bänder.
  5. Ecken zurückschneiden, Kanten begradigen und wenden (Bild 7). Ecken ausformen, bügeln und ringsherum knappkantig absteppen, wodurch auch die Wendeöffnung geschlossen wird.
  6. Wie ein kleines Büchlein falten, nochmals bügeln und… Geschafft! Das Mäppchen ist fertig zum befüllen. (Bild 8)

Wer mag, kann die Bändsel nun noch mit Perlen betüddeln. Das Mäppchen funktioniert sicherlich auch in anderen Größen gut, damit noch mehr Teebeutel ein Plätzchen finden.

Ich hoffe, es ist alles verständlich und nachvollziehbar. Wenn ihr ein Teemäppchen nach meiner Anleitung näht, würde ich mich über einen Link sehr freuen. Näht das Mäppchen aber bitte nur für den privaten Gebrauch.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

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Teemäppchen – Teebeutel to go

Wenn man einmal seinen Tee gefunden hat, dann bleibt man dabei. Egal, ob zuhause oder unterwegs. So geht es zumindest meiner Mutter. Bisher hat sie ihre Teebeutel immer in einer Zipper-Plastiktüte in der Handtasche gehabt. Seit diesem Muttertag gibt es dafür aber nun eine andere Lösung: Ich habe ihr ein kleines Teemäppchen genäht. Natürlich aus Eulenstoff (eine USA-Mitbringsel) und passenden Stoffen aus dem Vorrat. 6 Teebeutel – auch die nochmal extra verpackten – passen in das kleine Mäppchen mit den (gefalteten) Maßen 13 x 8 cm. Verschlossen wird es mit einem Band und Schleife.

Bei Pinterest sind mir das erste Mal die „Tea Wallets“ begegnet, allerdings habe ich entweder kein mir verständliches Tutorial gefunden oder einfach nichts passend zu meiner Vorstellung. Denn so ist es ja, schaut man sich all die verschiedenen Ideen an, entwickelt man dann doch ganz genaue Vorstellungen, wie das eigene fertige Produkt aussehen soll. Also habe ich mich einfach getraut und frei nach Schnauze genäht. 🙂 Na gut, ein wenig überlegt und gerechnet habe ich schon vorher. Und alles aufgeschrieben und dokumentiert. Für den Fall der Fälle. 🙂

Zusätzlich zum Teemäppchen gab es übrigens zum Muttertag für meine Mama auch ein gelettertes Dankeschön. Ich versuche (Betonung liegt hier wirklich auf Versuchen) mich ja hin und wieder (ja, ich weiß, Übung macht den Meister) im Hand Lettering. Manchmal kommt dabei etwas brauchbares raus, wie das kleine Danke-Bild. Und manchmal endet der Versuch in kleinen Schnipseln in der Papiertonne. 😉 Ich finde diese gemalten und geschriebenen Worte und Sprüche immer so schön und würde es gern viel besser können. Wie geht es euch? Habt ihr es schon versucht?

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

Topfhandschuhe in Eulenform

Joah, die Fertigung dieser Topfhandschuhe hat auch mal locker ein Jahr gebraucht. Weihnachten 2015 als Gutschein verschenkt, Weihnachten 2016 gab es sie dann… Ähm und einen Monat später zeige ich sie euch endlich. 🙂

Irgendwo habe ich mal ein Bild auf Pinterest von superniedlichen Eulen-Topflappen gesehen, konnte auch einen Schnitt finden, wollte diesen aber nicht in den USA bestellen. Wegen Porto und so. Dann habe ich diese Anleitung von SewSimple gefunden. Aber die Form hat mir nicht so gefallen. Also habe ich kurzerhand selber gezeichnet. (1. Grund für die Verzögerung.) Nach ein paar Versuchen war ich auch wirklich zufrieden. Also ging es dann ab ans zuschneiden und Nähen.

Als Grundlage habe ich mich an das SewSimple-Tutorial und an ein Hamburger-Liebe-Tutorial gehalten. Ich wollte nämlich so richtig schön dicke Topflappen-Handschuhe haben. Also habe ich entsprechend Thermolam und noch zusätzliches Baumwollvlies doppelt genommen. Die Einzelteile zu nähen und das große Stück zu quilten war auch kein Problem. Bis dann alle drei Teile zusammen gekommen sind… Hm, ja, das hätte dann fast meine Maschine gekillt: 9 Lagen Futter plus 11 Lagen Webstoff (das Binding…) ist ja auch schon eine Menge. Hab das völlig verpeilt, das sich die Teile beim Hamburger-Liebe-Tutorial ja nicht doppelt überlappen… Aber es hat – mit Ausnahme ein paar ausgelassener Stiche und langsam nähen – dann doch geklappt. Auf einen zweiten Topflappen, dem blauen mit dem Eulenstoff hatte ich dann aber erst einmal keine Lust mehr. (2. Grund für die Verzögerung.)

Irgendwann Ende des Jahres hat mich dann aber der Ehrgeiz gepackt, die Topfhandschuhe vor Weihnachten fertig zubekommen und so habe ich mich an den zweiten Handschuhe aus den Resten des Eulenstoffs für die Cross Back Schürze gesetzt. Allerdings mit deutlich weniger Futter. Der große Teil besteht nun nur noch aus zwei Lagen Stoff, einer Lage Thermolam und einer Lage Baumwollvlies, die Flügel nur noch aus zwei Schichten Stoff und einer Lage Thermolam. Herrlich einfach zu Nähen. Ohne Probleme. Der Handschuh erfüllt auch noch seine Aufgabe, auch wenn für Ofensachen doch der lilafarbene vorgezogen wird. Nun musste nur noch an beiden Handschuhen das Binding per Hand an der Rückseite vernäht werden und die Topflappen konnten endlich der Beschenkten ausgehändigt werden.

Augen und Schnabel bestehen übrigens aus weißem Jerseystoff, den ich mit Stofffarbe angemalt habe und dann mit einem einfachen Zick-Zack-Stich appliziert habe. Dadurch habe ich auch gleichzeitig die Flügel gequiltet. Für den Hauptkörper habe ich zunächst ein rechteckiges Sandwich aus all den Lagen diagonal gequiltet und dann die Form ausgeschnitten. Die Topflappen habe ich übrigens ganz bewußt nicht zum Aufhängen gemacht. Ich habe es nämlich einfach nicht hinbekommen an Probestücken mit diesem Aufhänger aus dem Band zum Einfassen… Und dann habe ich es einfach kurzer Hand gelassen, da ich ohnehin wusste, dass die Topflappen nicht aufgehängt werden, sondern neben dem Herd im Regal liegen. 🙂

Das Schnittmuster für euch

Wer mag, kann die Eulen übrigens gerne nach nähen. Dafür einfach das Schnittmuster-pdf herunterladen. Wenn ihr ein paar Topfhandschuhe näht, dann bitte nur für den privaten Gebrauch. Über eine Verlinkung würde ich mich sehr freuen.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

 

Jetzt gibt es Eulen auf die Hand

akhimo_eulenstulpenGesehen, gekauft, gestrickt. An der letzten „Mollie Makes“-Ausgabe konnte ich – wie so viele andere Blogger auch – nicht vorbei gehen. Diese Stulpen musste ich einfach stricken. Das perfekte Geschenk für einen sehr lieben Menschen.

Ich habe mich für die angegebene Schulana-Wollen entschieden. Allerdings in einem Schlammton. Die Augen sind aus kleinen, einfachen, schwarzen 4-Loch-Knöpfen. Das Stricken Weiterlesen

Legendenwerdung

„Die Legende der Wächter: Die Entführung“ (Original: Guardians of Ga’Hoole: The Capture), Kathryn Lasky, 2010.

Eine Fantasyroman-Reihe über Eulen: eine ungewöhnliche Idee, die Kathryn Lasky wundervoll und detailreich umgesetzt hat. „Die Entführung“ ist der erste Band in der 14-teiligen Reihe.

Soren, ein drei Wochen alter Schleiereulerich, lebt mit seinen Eltern Noctus und Marella sowie seinen Geschwistern Kludd und Eglantine in Tyto, einem Eulenkönigreich. Als die Eltern zur Jagd sind, passiert das unglaublich. Weiterlesen