Geschenkverpackungen

Viele Weihnachtsgeschenke haben wir dieses Jahr in genähten Stoffbeuteln oder in Tüten aus alten Kalenderblättern verschenkt – zum wiederverwenden und weiter verschenken. Für die Beutel habe ich all meine Weihnachtsstoffe, die sich in meinen Kisten angesammelt haben, in unterschiedliche Größen zugeschnitten und dann ganz einfach mit der Overlock vernäht sowie mit einem Zickzack-Stich den Saum am oberen Rand vernäht. Rund 20 Beutel sind so entstanden –  nur habe ich es nicht geschafft von allen ein Foto zu machen.

akhimo, Geschenkverpackungen aus Stoff und alten Kalenderblättern

Die Tüten sind sehr schnell gemacht. Es braucht dafür nicht mehr als alte Kalenderblätter (oder anderes schönes Papier), ein Schere und Kleber. Und dann wird geschnitten, gefaltet und geklebt. Je nach Größe des Kalenderblattes und der Faltung entstehen so ganz unterschiedlich breite und hohe Taschen.

Und weil es soviel Spaß gemacht hat, ist der Kalender aus dem letzten Jahr auch schon verarbeitet. Da der aber ein sehr spezielles Format hatte – lang und sehr schmal -, sind es statt Tüten Umschläge geworden. Das fertige Maß ist ca. 14 x 23 cm.

akhimo, Umschläge aus alten Kalenderblättern

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

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Adventskalenderkleinigkeiten Teil 3

Nach den genähten und gerührten Kleinigkeiten für den verschenkten Adventskalender zeige ich euch heute die gebastelten.

Das erste Türchen des Kalenders enthielt ein Feenlicht – um auch gleich für die richtige Stimmung in der Vorweihnachtszeit zu sorgen. Dafür habe ich ein großes Weckglas mit kleinen schwarzen Sternen beklebt und dann unregelmäßig mit weißen Servietten beklebt. Innen ist eine kleine batteriebetriebene Lichterkette. Gemacht wirklich schnell, nur das Trocknen hat etwas gedauert.

Schnell gemacht sind auch die verzierten Briefklammern, die den Büroalltag etwas bunter machen. Einem Teil habe ich mit Fähnchen aus Washi-Tape in unterschiedlichen Längen ein neues Gesicht gegeben. So können auch gleich kleine Beschriftungen angebracht werden z.B. was die Klammern zusammenhalten oder für wen der Stapel ist. An anderen Briefklammern habe ich mit Heißkleber bunte Knöpfe angebracht. Ich finde diese Briefklammern sehen auch wunderbar als Lesezeichen aus.

Noch schneller gemacht ist die abwaschbare Indowand: Ein Rahmen, ein schönes Papier und fertig. Schon können kleine Nachrichten weitergegeben, für den Einkaufszettel gesammelt oder Ideen schnell festgehalten werden.

Mehr Zeit und Ruhe, aber dann doch eine gewisse Geschwindigkeit, erfordern die wiederverwendbaren Bienenwachstücher. Dafür habe ich zunächst Stoffe in verschiedenen Größen mit der Zickzack-Schere zugeschnitten und diese dann mit geschmolzenem Bienenwachs, in das ich etwas Jojobaöl gemischt habe, bestrichen. Damit das Wachs dann richtig in den Stoff einzieht, habe ich es noch zwischen Lagen aus Backpapier gebügelt so wie in diesem Tutorial beschrieben. Das hat wirklich gut geklappt und die Tücher lassen sich wunderbar zum Abdecken von Schüsseln und Kuchenformen verwenden oder auch zum Einwickeln von Lebensmitteln (außer rohem Fleisch). Durch die Wärme der Hände lässt sich das Tuch etwas formen, mit einem Stück Band lässt es sich aber auch sehr gut befestigen. Die Tücher habe ich nicht nur verschenkt, sondern auch gleich welche für mich gemacht. Gefällt mir wirklich sehr: Es sieht hübsch aus und schont dazu die Umwelt.

 

Adventskalenderkleinigkeiten Teil 2

Heute geht es weiter mit den gerührten Kleinigkeiten, die ich nicht nur im Adventskalender verschenkt habe, sondern auch zu Weihnachten. Und was habe ich nun gerührt? Seife und Kosmetik. Das wollte ich schon immer mal ausprobieren und in diesem Jahr habe ich es einfach einmal gewagt.

Allerdings erschien mit Seife sieden doch sehr aufwendig und so habe ich sehr schön schäumende Rohseife mit Schafsmilch genommen und diese verfeinert. Zwei Seifenarten sind so entstanden: Zum einen eine regenbogenbunte gerollte Seife mit Lavendelduft und eine mit bunten Farbsprenkeln und Honigaroma. Für die gerollte Seife habe ich mich an ein Tutorial von madmoisell gehalten. Nur auf das Glitzer habe ich verzichtet. Allerdings war ich wohl etwas zu ungeduldig: Meine einzelnen Farbplatten waren doch noch flüssig und haben sich sehr stark miteinander vermischt. Jedoch finde ich, macht dies die Seife viel spannender. Für die Honigseife diente mir ein Tutorial von TryTryTry als Grundlage. Allerdings besitze ich keine Silikonform. Aber eine Muffinform und Papierförmchen. Und so sind nun kleine runde Seifen mit dem typischen Muffinförmchen-Muster entstanden. Das geht nämlich auch ganz wunderbar.

Neben den Seifen habe ich mich auch an Lippenbalsam und fester Handcreme gewagt. Der Lippenbalsam ist wirklich schnell gemacht und besteht vor allem nur aus drei Zutaten: Koksöl, Sheabutter und Bienenwachs. Auf die im Tutorial (ebenfalls von madmoisell) anderen angebenden Zutaten (Duftöl und ein alter Lippenstift) habe ich nämlich verzichtet. Der Balsam ist sehr reichhaltig und hilft super bei spröden Lippen. Ist mittlerweile auch mein ständiger Begleiter. Diese Mal habe ich es noch in kleine Tiegel gefüllt, beim nächsten Mal werde ich es aber in eine alten Lippenstift-Hülle versuchen. Das dürfte im Alltag noch etwas praktischer sein.

Reichhaltig ist auch die feste Handcreme bestehend aus Bienenwachs, Kakaobutter, Sheabutter und Mandelöl. Im Dawanda-Tutorial ist zwar Avocadoöl angegeben, aber auch andere reichhaltige Öle sind machbar. Und Mandelöl brauchte ich noch für ein anderes DIY Beautyprodukt. 🙂 Auch hier fehlte mir mal wieder eine Silikonform. Stattdessen habe ich einen Eiswürfelbehälter genommen und in die Mulden kleine Pralinen-Papierförmchen gestellt. Hat wunderbar geklappt. Aufbewahren kann man die Creme übrigens super in kleinen Schraubgläsern oder auch alten Filmdosen. Oder alten Cremedosen. Je nachdem, was man so zuhause hat.

Richtig weihnachtlich wurde es dann mit dem Gingerbread Sugar Bodyscrub: Peeling auf Zuckerbasis mit Lebkuchengewürz. Gefunden ebenfalls bei Dawanda. Was ich am schönsten an diesem DIY Beautyprodukt finde? Wirklich alles hat man in der Küche –  also zumindest, wenn man gerne auch Gewürzkuchen backt und die entsprechenden Gewürze im Haus hat. Und angewendet unter der Dusche kann man sich sogar – dank des Öls – das Eincremen schenken. So was mag ich. Außerdem enthält es kein Mikroplastik – ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt in meinen Augen.

Und da ich natürlich auch von jeder gerührten Kleinigkeit mindestens ein Stück für mich behalten habe (bei der Seife sind es dank der Randstücke auch ein paar mehr) – schließlich muss man ja probieren -, bin ich damit auch beim ersten Rums 2018 dabei.

Was ich dann noch gebastelt habe für den Adventskalender zeige ich euch auch noch diese Woche, bevor ich einen Rückblick auf die Weihnachtsgeschenke wage.

Adventskalenderkleinigkeiten Teil 1

Frohes neues Jahr.
Ich wünsche Euch Glück, Liebe, Gesundheit, Erfolg, Spaß und vieles mehr in diesem Jahr.

Ich liebe Adventskalender. Selbermachen, verschenken und geschenkt bekommen. Und wenn jemand Liebes so kurz vor dem 1. Dezember Geburtstag hat, dann bietet sich das doch einfach als wundervolles Geburtstagsgeschenk an. Eine große Holzkiste gefüllt mit genähten, gebastelten, gerührten und gekauften Kleinigkeiten verkürzte die Wartezeit auf Weihnachten. In drei Teilen möchte ich euch nun auch einen kleinen Einblick in die Wichtelwerkstatt geben. Heute geht es los mit den genähten kleinen Geschenken.

Neben kleinen Säckchen für die Nikolausgeschenke habe ich zwei kleine Reissäckchen genäht, die kurz in der Mikrowelle zu kleinen Wärmekissen für die Jackentasche werden. Eine wunderbare Idee um Stoffreste zu verarbeiten, in diesem Fall der Anker-Flanell meiner Pyjamahose. Schnell gemacht sind auch die Kabelhalter. Dafür braucht es noch nicht einmal die Nähmaschine, sondern nur ein Paar Kam Snaps und festen Filz. Die Form habe ich von gekauften Haltern abgenommen.

Ebenfalls genäht habe ich ein Tick Tac Toe Spiel zum Mitnehmen. Okay, braucht man vielleicht nicht wirklich, aber ich fand die Idee einfach witzig. Und den Beutel kann man ja auch zweckentfremden. 🙂 Genäht habe ich dafür zunächst einen einfachen kleinen Zugbandbeutel aus einfacher ungefärbter Baumwolle. Vor dem zusammennähen habe ich allerdings das Gitter aus dem Sternchen-Webband appliziert. Dann den Beutel verschlossen, Zugbänder eingefädelt und fertig. Die Tic Tac Toe Steine sind weiße Deko-Holzknöpfe, auf denen ich mit Edding Kreuze und Kreise gemalt habe.

Ein wenig getüftelt habe ich an der faltbaren Einkaufstasche. Das ich eine Einkaufstasche nähen wollte, war schnell klar – nur nach welchem Schnittmuster und welcher Falttechnik? Letztendlich habe ich mich für die Variante mit einem Gummiband entschieden. Dieses habe ich zwischen den Henkeln mit dem Saum festgenäht und dann mit einem paar Kam Snaps versetzt in einen Verschluss umgewandelt. Wenn man die Tasche nun faltet und aufrollt, einmal das Gummiband (ein rotes Falzgummi) drumwickeln und die Knöpfe verschließen. Die Tasche ist übrigens komplett mit französischen Nähten verarbeitet, da sie – um schön dünn und faltbar zu bleiben – nur einfach genäht ist. Dafür passt sie nun aber auch wunderbar in der Handtasche.

Demnächst geht es dann weiter mit den gerührten Kleinigkeiten.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

„Snowed in for Christmas“ – Claire Sandy

Buchcover "Snowed in for Christmas" von Claire Sandy, erschienen 2015Erschienen 2015.

Immer um Weihnachten muss ich einfach eine gemütliche Romanze lesen, die sich rund um das Fest der Liebe dreht. In diesem Jahr fiel meine Entscheidung schnell auf Claire Sandys „Snowed in for Christmas“. Weihnachten, Schnee und Irland – wer kann da schon widerstehen. Also ich mit zumindest nicht. 🙂

Nach 17 Jahren kehrt Asta Looney für eine Stippvisite in der Vorweihnachtszeit in ihr Heimatdorf in Irland zurück, aus dem sie mit 16 Jahren und schwanger nach London geflüchtet ist. Nur wenig Kontakt hatten sie und ihre Tochter Kitty in dieser Zeit zu Astas Familie. Zu groß war die Angst vor der moralischen Bewertung und Herabsetzung. Nun bietet sich aber eine einmalige berufliche Gelegenheit: Die Statue der St. Catherine weint – und Asta soll herausfinden, wer hinter dem Betrug steht. Denn das es ein Betrug ist, ist ja klar. Oder? Aber natürlich hat sich Astas irische Heimat verändert. Der Priester ist nicht mehr ein alter knöchriger wetternder Herr, sondern ein junger gut aussehender Mann mit einer Harley Davidson. Das Herrenhaus ist von einem geheimnisvollen Engländer bewohnt, der Astas Aufmerksamkeit erregt. Und lange verdrängt, erinnert sie sich an die guten Seiten ihrer Familie und langsam haben die Looneys eine Chance zu heilen und zusammenzuwachsen, während Geheimnisse gelüftet werden. Und über allem liegt eine weiße Schneeschicht, die das kleine Dorf in ein Winterwunderland verwandelt.

Ach, was soll man sagen? Es ist eine Romanze, gut geschrieben, es gibt manch vorhersehbare Ereignisse und – das ist das wichtigste – am Ende ist alles gut. Einfach genau das richtige für gemütliche Stunden unterm Weihnachtsbaum.