Chains of Gaia – James Fahy

Buchcover "Chains of Gaia - Book Three of the Changeling Series" von James FahyThe Changeling Series – Band 3. Erschienen 2017.

Gerade 14 geworden, ruft die nächste Scherbe der Arcania nach Robin Fellows. Zusammen mit seinen Freunden, wiedererwachten Fae und einem Überlebenden der Sidhe Nobilitas macht er sich auf in die Netherworlde. Auf Robin wartet ein Monster, das von der Macht der Scherbe konsumiert wird und immer größere Zerstörung verursacht. Dazu kommen Strigoi, Eris dunkler Ritter, und seine blutrünstigen Centauren, die Grimms und wirklich unerwartete Verbindungen, die ihm allesamt von seinem Ziel abbringen wollen: Die Erd-Scherbe der Arcania für ihn, den Scion und Erben Erlkings, zu sichern.

Der 3. Band der Changeling-Reihe ist erwachsener, düsterer als seine Vorgänger. Robin wächst in seine Rolle des Erben der Faes und in seine Macht stärker hinein. Er akzeptiert, dass alles zwei Seiten hat und er nur so sein volles Potential ausschöpfen kann. Die Kampfszenen werden umfangreicher. Fahys dritter Changeling-Band ist längst kein Werk mehr für die eher jüngeren Leser des YA-Spektrums, auch wenn sein Protagonist noch sehr jung ist.

Die Netherworlde wird ebenso ein Stück weiter gezeichnet. Nach dem kalten Norden in Band 2, erhält nun der Everhart, ein uralter Urwald, der die Ausmaße Wales hat, mehr Tiefe – ebenso wie die Dunkelheit, die Eris geschaffen hat. Die Changeling-Serie nimmt mit dem dritten Band – der auch doppelt so dick ist wie die beiden vorherigen – an Fahrt auf. Ich kann es kaum erwarten wie es weitergeht.

Fazit: 5 von 5 Sternen. James Fahy ist wirklich eine spannende Coming of Age/Fantasy-Serie gelungen, die von Band zu Band besser wird.

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Hose „Mallorca“ als PJs

Wenn es Herbst wird, dazu noch die erste dicke Erkältung einen einholt, dann muss ich einfach etwas gemütliches Nähen: In diesem Fall wieder einmal eine Schlafanzughose. Statt allerdings mein bisheriges Lieblingsschnittmuster zu nähen, habe ich etwas neues gewagt. Das Schnittmuster „Mallorca“ von Pech&Schwefel eignet sich nämlich wunderbar auch als gemütliche PJs – vor allem wenn man unbedingt ein dickes Bündchen als Beinabschluss haben möchte.

Vernäht habe ich einen kuschelweichen Flanell mit kunterbunten Ankern – quasi meine Antwort auf den drohenden Herbstblues. (Wobei mich der eigentlich selten erwischt, ich liebe den Herbst. :-)) Der Stoff ist ein Geschenk aus den USA gewesen. Dazu eine senfgelbe Kordel, die ich noch in meinem Fundus entdeckt habe, und türkisfarbenes  Bündchen für die Beinabschlüsse.

Die Taschenbeutel habe ich nicht gefüttert, sondern nur einfach genäht und mit der Außenhose vernäht. Vor dem Nähen habe ich alle Schnittteile mit der Overlock versäubert. Für das Beinbündchen habe ich auf die Zugabe für den Saumumschlag verzichtet, damit die Hose nicht zu lang wird. Lang ist sie aber auch so – in voller Absicht. Auf diese Weise rutscht die Hose beim gemütlich auf dem Sofa sitzen nicht so weit nach oben, dass die Unterschenkel frei gelegt werden. Muss ja alles warm bleiben.

Den Bund habe ich ebenfalls anders genäht als im Schnittmuster vorgesehen. Zum einen hatte ich nicht genug Stoff und musste das Schnittteil aus drei zusammengesetzten Stoffstreifen arbeiten. Die eigentliche Naht zum Schließen des Ringes habe ich nach hinten gesetzt und für die Kordel stattdessen vorne zwei Knopflöcher genäht. Zusätzlich zu der Kordel wird der Bund auch durch ein Gummiband gehalten. Damit auch nichts verrutscht.

Dies könnte doch tatsächlich mein neuer Lieblingsschnitt für Pyjamahosen werden. 🙂

(Beitrag ist verlinkt bei RUMS.)

„Secondborn“ – Amy A. Bartol

Buchcover "Secondborn", Amy A. BartolErschienen 2017. Band 1 der Secondborn-Serie.

In der Fates Republic bestimmt nicht nur der Ort deiner Geburt, sondern auch die Reihenfolge über dein weiteres Leben und die beruflichen Optionen: Die Erstgeboren herrschen und dürfen Familie haben, die Zweitgeboren dienen und jede Beziehung ist ihnen untersagt – und Drittgeboren werden gnadenlos gejagt. Eine grausame Welt, in der Familie von Greueln und Angst beherrscht werden statt echter Zuneigung.

Roselle St. Sismode ist eine Zeitgeborene aus dem Reich der Schwerter (Fate of Swords) und muss ab dem Tag ihres Übergangs, ihrem 18. Geburtstag, als Soldatin der untersten Reihe dienen. Allerdings ist Roselle keine gewöhnliche Zweitgeborene, sondern die Tochter der Führerin des Reiches – ein Todesurteil. Sie gehört nicht in die Reihen der Zweitgeborenen Soldaten, aber auch nicht in ihre Familie. Aber ausgestattet mit einem unbedingten Willen zu Leben, einem starken Sinn nach Gerechtigkeit, mächtigen Freunden und Alliierten, treuen Begleitern und der besten militärischen Ausbildung, helfen ihr zu überleben. Und die Fates Republic in ihren Grundfesten zu erschüttern.

„Secondborn“ ist ein fulminanter Einstieg in eine neue YA-Serie, die mich – mal wieder – gefesselt hat. Ich komme gedanklich gar nicht aus der Welt raus und möchte dauernd weiterlesen – dabei ist der erste Band nun längst durch und der zweite noch nicht erschienen. Das ist für mich immer ein gutes Zeichen. Amy Bartols Schreibstil ist sehr treibend und detailliert. Sie hat eine ganz eigene Welt mit viel Fantasie und Detailgenauigkeit erschaffen, in der Architektur und Technik eine wichtige Rolle spielen.

Neben dem gesellschaftlichen Umbruch, in deren Mitte Roselle steht, gehört noch eine Liebesgeschichte, die für einzelne Aspekte der Geschichte wichtig ist. Ehe man sich versieht, ist man dann auch schon mittendrin in der Fates Republic und ist sich bald nicht mehr sicher, wer Freund und Feind ist.

Fazit: 5 von 5. Ich liebe diese Geschichte.

 

6 Köpfe, 12 Blöcke: Mein September-Block

Passend zum Herbstanfang habe ich einen kuscheligen Bears Paw genäht: Flanell, recycelt aus eine alten Flanell-Bettwäsche, gepaart mit einem ganz weichen Denim, den ich aus einer kaputten und nicht mehr zu reparierenden Hose des kleinen Sonnenscheins (die Löcher waren einfach zu viele :-)) zugeschnitten habe. Diese Stoffe riefen einfach ganz laut, dass sie ein Bears Paw werden wollen. Der Flanell soll übrigens auch die Rückseite des Quilts werden: Die Bettdecke wird zur Quiltdecke.

Verena, einfach bunt, hat eine wunderbare Anleitung geschrieben, mit der eigentlich nichts schief gehen kann. Vielen Dank dafür. Trotzdem bin ich davon abgeweicht. Ich habe nicht vorgearbeitet, hatte also keine Papierausdrucke für Paper Piecing, aber genau jetzt das richtige Nähmojo fürs Patchworken. Also habe ich mich dann für die Variante mit den HST entschieden. Das Foundation Paper Piecing wird aber noch nachgeholt. Ich finde den Block nämlich sehr toll und könnte mir auch ein paar Kissen mit dem Muster vorstellen.

Obwohl die Stoffe, gerade der leichte Denim, sich schnell verzogen beim Nähen, habe ich es trotzdem ganz gut geschafft, dass die Spitzen auch wirklich Spitzen sind. Nur an zwei Tatzen passt es an einer Stelle jeweils nicht ganz. Ums Trennen bin ich allerdings nicht herum gekommen. Ich habe die HST falsch zusammengesetzt, so dass ich 4 der Streifen nochmal neu zusammensetzen musste, damit es auch wirklich Tatzen werden.

Und da ich doch so neugierig war, wie der fertige Quilt aussehen könnte, habe ich mit den bisherigen Blöcken mal ein wenig an einer Vorlage gebastelt. Die Streifen sollen aus Resten der verwendeten Stoffe genäht werden, um dadurch eine stärkere Verbindung der sehr unterschiedlichen Stoffe herzustellen. Außerdem bekommt der Quilt so auch fast Bettdeckengrößen, was mir sehr gefällt.

akhimo, 6 Köpfe, 12 Böcke, Aussicht auf fertigen Quilt nach 9 von 12 Blöcken

(Beitrag ist verlinkt bei RUMS und einfach bunt.)

Reißverschluss-Tasche fürs Tablet

Unser Kindle Fire brauchte endlich eine richtige Tasche. Also, hingesetzt, ausgemessen, Stoff ausgesucht und los genäht. Ich mag diese kleinen Projekte, da sie so schnell gehen und gut in einer Stunde genäht werden können. Nur irgendwie setze ich mich dann doch nicht immer gleich hin und schiebe es vor mich her. 🙂

Dieses Mal habe ich mich als Verschluss für einen Reißverschluss entschieden und dabei gemerkt, dass ich schon ewig keinen Reißverschluss mehr eingenäht habe. Aber es ging doch sehr gut. Ist irgendwie wie Fahrrad fahren. Der Innenstoff ist übrigens ein Stück alte karierte Flanell-Bettwäsche. Wiederverwertung also. Gefüttert habe ich mit Vlieseline H630. So ist das Tablet gut geschützt.

Und da ich noch etwas fürs Ladekabel brauchte, habe ich auch noch schnell eine kleine Tasche dafür genäht. Aus einem Zuschnittstoff, der vor ein paar Jahren im Alles-Für-Selbermachen-Adventskalender war. Ganz einfach, ungefüttert und nur eine Stoffseite, also mit innen sichtbaren Nähten. Ein wirklich schnelles Täschchen, das seinen Zweck voll und ganz erfüllt.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)