Untersetzer aus Half Square Triangles

Die Reste der Flying Geese des „6 Köpfe, 12 Blöcke“-Maiblocks konnte ich nicht wegschmeißen und habe stattdessen aus den 32 Dreiecke 16 Half Square Triangles genäht und diese dann zu insgesamt vier Untersetzern in verschiedenen Mustern verarbeitet. Das war ein Puzzlespaß bis ich mich endlich entschieden hatte. 🙂

Die Untersetzer sind Freihand gequiltet. Mein erster Versuch. Während der erste noch gefühlt ziemlich schwierig war und nicht sehr gut ausschaut, ist Nr. 4 schon wesentlich leichter von der Hand gegangen. Das Futter besteht aus einzelnen Reststücken, die ich zusammen genäht habe. Die Rückseite besteht aus dem restlichen Eulenstoff, aus der ich die Cross Back Apron genäht habe. Das Binding habe ich mit der Hand genäht und ist der gleiche wunderbare Stoff, wie ich ihn bereits für meinen T-Shirt-Quilt verwendet habe. Also wirklich richtige kleine Resteverwerter diese Untersetzer.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

Hose „Mallorca“ aus einem Sari

Im Sommer liebe ich leichte, etwas pumpige Stoffhosen. Ich habe mir vor Jahren eine wunderbare Hose aus einem leichten Voile gekauft, deren Schnitt und Leichtigkeit ich einfach mag. Und genau so eine würde ich gern ein weiteres Mal haben. Den Schnitt abnehmen hat mich allerdings nicht wirklich gereizt, aber einen neuen ausprobieren natürlich. Die Hose „Mallorca“ von Pech & Schwefel hat mir bereits bei Erscheinen sehr gut gefallen, nur hab ich es da noch nicht zum Kauf des Schnittmusters geschafft. Aber in diesem Sommer. (Apropos Sommer, ich wollte so gerne Tragefotos draussen machen, aber Zeit und Wetter passten einfach nicht zusammen. Daher also doch nur schlechte Innenfotos vor dem Spiegel.)

Nachdem ich – passend zu meinen Maßen – den Schnitt in Größe 38 erst einmal zusammengeklebt habe, verlängerte ich das Schnittmuster noch um 6 Zentimeter um es meiner Körpergröße von fast 1,80 anzupassen. Allerdings kann ich schon gleich sagen: 3 cm hätten auch gereicht. Die Stoffauswahl war schnell gefällt: ein alter dunkelblauer Sari mit eine wunderschönen dunkelroten Bordüre und kleinen roten Stickereien, der sich in meinem Stofflager befand. Einziger Haken: Saristoff ist ganz schön durchsichtig. Aber auch dafür findet sich eine Lösung. Ich habe einfach den oberen Bereich bis circa 5 cm unterhalb der Schrittnaht gedoppelt – und schon sind die wichtigen Stellen richtig bedeckt.

Den Bund habe ich verstärkt, allerdings mit einer Nummer zu fester Einlage. Vielleicht legt sich die Steifheit durchs Tragen noch wieder. Einen Saum brauchte ich dank der Bordüre nicht wirklich umnähen, damit allerdings die Hose etwas pumpiger wird, habe ich einen schmalen Streifen von knapp 0,5 cm umgenäht und ein Hutgummi eingezogen. Der dadurch entstandene Effekt gefällt mir sehr. Für die Kordel habe ich ebenfalls ein Stück der Bordüre verwendet, quasi das Stück, dass an der oberen Seite nach dem Zuschnitt übrig blieb. Evtl. ziehe ich in den Bund noch ein schmales Gummi ein, damit die Kordel nicht so sehr in Mitleidenschaft gerät. Zu nähen ist die Hose übrigens wirklich sehr einfach und schnell. Die Anleitung ist sehr detailliert und alles genaustens erklärt.

Ich liebe die Hose. Der Saristoff ist unglaublich angenehm zu tragen, superbequem und die Hose hat Taschen. Was will man mehr? Die Hose werde ich sicherlich ein weiteres Mal nähen. Allerdings dann vielleicht eine Nummer kleiner, wenn ich mir die Fotos näher betrachte. Was meint ihr?

(Beitrag ist verlinkt beim Me Made Mittwoch.)

6 Köpfe, 12 Blöcke: Mein Juniblock

Ha, geschafft. Man gerade so. Aber doch noch geschafft. 🙂 Mein Juniblock ist fertig. Eine etwas krumme und schiefe Ananas, aber hey, in der Natur sind sie ja auch nicht perfekt. 😉 Ich frage mich zwar ein wenig, wie das passiert ist, aber ich tippe mal stark darauf, dass ich nicht gerade genug genäht habe. Die Zuschnitte sahen sehr gerade und passend aus… Auftrennen und neu Nähen funktionierte nur leider auch nicht. Ist immer noch nicht gerade geworden – vor allem, da mir das Schiefe erst aufgefallen ist, nachdem ich die Kanten abgeschnitten hatte.

Mir gefällt der Block aber trotz des Unperfekten. Weil er irgendwie lebendiger wirkt dadurch, oder einfach, weil ich immer noch auf jeden einzelnen Block stolz bin, den ich in diesem Sew-Along nähe. Ich lerne einfach soviel dabei. Vor allem dank der wunderbaren Erklärungen der 6 Köpfe. Auch Gesines Anleitung ist wieder sehr gut nachvollziehbar und wirklich sehr detailliert. Vielen herzlichen Dank dafür.

Die Stoffe sind übrigens gut abgelagerte aus meinem Stofflager. Den blauen mit den weißen Punkten habe ich unter anderem für einen Plüschelefant für den großen Sonnenschein verwendet. Den Vogelstoff habe ich mir vor Jahren aus den USA mitgebracht. Eigentlich mit dem Gedanken daraus ein Kleinkind-Kleid zu nähen. Aber dazu kam es nie.

(Beitrag ist verlinkt auf Allie and me Design und Rums.)

 

Raglan-Geburtstags-T-Shirt

Ein Geburtstagsshirt für den großen und den kleinen Sonnenschein zu nähen, hat mittlerweile Tradition. Mit diesem hier ist es nun schon das ingesamt 6. genähte Kleidungsstück zum Geburtstag. Eine kleine, Freihand applizierte 2 ziert das Raglan-T-Shirt für den kleinen Sonnenschein. Genäht habe ich es aus den Stoffen, aus denen auch schon das erste Outfit genäht wurde: dem herrlichen Birch-Interlock aus der Safari-Serie und einen dazu passenden Jersey. Eine kleine Erinnerung auch an mich, wie schnell die Kleinen groß werden. Etwas Stoff ist nun noch über. Mal schauen ob es – zumindest in Teilen – noch für ein drittes Geburtstagskleidungsstück reichen wird?

Das Schnittmuster ist der Hoodie Rockers von Mamahoch2 in Gr. 92 – wie auch schon das Geburtstagsshirt zum 2. für den großen Sonnenschein. Ich habe nur einfach die Kapuze durch ein normales Bündchen ersetzt und die Arme gekürzt. Es ist also eigentlich ein Summer Rockers, ist habe es nur nicht nochmal ausgedruckt und zusammengeklebt. 😉

Kurzzeitig habe ich echt geschwitzt, ob das Shirt auch über den Kopf passt, da es so klein ausschaut. Aber es klappt: Ist alles dehnbar genug. Puuh.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

New Sorbetto Tunika

Sommerzeit ist die Zeit der leichten Blusen und Tops. Ich habe ein gekauftes Top aus einer wunderbar weichen gewebten Viskose, von dem ich gern ein paar mehr hätte. Gut, dass ich nähen kann. Ein Schnittmuster stand ebenfalls schnell fest: das kostenlose neue Sorbetto von Colette Patterns in der Tunika Version. Ich habe ja bereits drei Sorbettos nach dem alten Schnittmuster genäht und war damit sehr zufrieden, aber nun wollte ich doch gern den überarbeiteten Schnitt mit den Erweiterungen für Tunika und Ärmel ausprobieren. Und mit dem Sew Along dazu, in dem alle Schritte sehr detailliert erklärt werden, konnte doch eigentlich nichts schief gehen. Tja, einfacher gedacht als genäht. Aber der Reihe nach.

Wirklich ganz klassisch habe ich zunächst ein Probestück genäht, das nicht angezogen werden wird, sondern in die Restkiste wandert. Laut Tabelle habe ich – wie in der alten Version – Größe 4; die Maße an der Brust sind etwas drunter, aber die Hüfte trifft es ganz gut. Und was soll ich sagen? An der Hüfte saß das Probetop gut, aber ansonsten musste noch sehr viel geändert werden. Es war einfach viel zu groß. Der Abnäher musste rund 2 cm nach oben versetzt, schmaler und länger werden. Trotz meiner fast 1,80. Außerdem war es an Brust und Taille viel zu weit: mindestens 1 cm konnte es an beiden Seiten enger.

Der Vergleich mit dem altem Sorbetto-Schnitt zeigte, dass der Abnäher an sich viel schmaler und das Vorderteil insgesamt im oberen Bereich schmaler ist und die Taille mehr betont. Da ich aber die Form des neuen Schnittes am Modell sehr gerne mag, habe ich mich erstmal nur dazu entschieden, die Brustabnäher zu verschmälern und ansonsten in der Schnittführung bleibend die Weite etwas zu verschmälern. In meinem ersten Versuch, noch am Probestück, habe ich daher den Abnäher um 2,3 cm nach oben und 1,5 cm Richtung Seite verlegt. Der Abnäher an sich ist nur 6 cm breit, wodurch sich die Länge des Vorderteils etwas ändert. Allerdings habe ich dabei nicht beachtet, dass ich ja auch an der Seite 1 cm jeweils weggenommen habe. Dadurch saß der Brustabnäher viel zu weit aussen. Also Versuch Nummer 2. Diesmal habe ich den Brustabnäher statt 1,5 cm zum Rand, 0,5 cm vom alten Punkt aus Richtung Mitte verschoben. Und siehe da: Es passt.

Zuversichtlich habe ich also den Stoff – ein Leinen-Mischgewebe mit Polyester-Anteil, was mir allerdings erst nach dem Kauf bewusst geworden ist, der sich dennoch sehr angenehm tragen lässt – mit all den Änderungen sowie einer zusätzlichen Verlängerung von knapp 9 cm zugeschnitten. Und, was ist? Oben immer noch viel zu weit, aber immerhin die Abnäher an der richtigen Stelle, und über dem Po ein wenig zu eng. Argh, zum Haare raufen. An diesem Punkt hab ich dann also nochmal etwas an den Seiten weggenommen, was mir allerdings immer noch nicht gefiel. Also wieder aufgetrennt. Letztendlich habe ich dann zum alten Schnittmuster gegriffen und die Taille eingearbeitet. (Ja, hätte ich das mal gleicht gemacht.) An den Hüften und übern Po musste ich allerdings noch aus der Nachzugabe gut 0,7 Zentimeter auslassen, um mehr Bewegungsfreiheit zu haben. Hatte ich doch beim Verlängern nicht bedacht, dass das Top damit ja auch weiter über die dicken Stellen geht. 😉

Nach dem die Passform endlich stimmte, war der Rest ein Kinderspiel. Arm- und Hausausschnitt mit selbstgemachtem Schrägband versäubert im Handumdrehen und auch den Saum mit Beleg habe ich ohne Schwierigkeiten – abgesehen von der Flutschigkeit des Stoffes – gemeistert. Ja, ja, die Flutschigkeit. Das hat mich doch so manchen Nerv gekostet. Und am Streifen in der Mitte sieht man leider auch, dass es nicht exakt geworden ist. Aber zufrieden bin ich trotzdem. Damit, dass ich den zugegeben einfachen Schnitt passend machen konnte. Mit der fertigen Tunika insgesamt, die eine schöne Silhouette formt.

Fazit also fürs nächste Top: Die Tunika werde ich definitiv wieder nähen. Ich mag die Länge sehr sowie die Luftigkeit des Tops. Ein weiterer Stoff – eine wunderbar leichte Viskose – liegt auch schon bereit. Aber ich werde das Schnittmuster nochmal viel stärker an das alte Schnittmuster anlehnen im Bereich der Brust und Taille, damit ich in der nächsten Runde nicht nochmal soviel auftrennen muss. 🙂 Die Schultern bleiben, Hüfte wird breiter. Eben ein Mix aus alt und neu.

Die Fotos sind übrigens nach einem langen, warmen Tag unterwegs daheim in der Abendsonne entstanden. Wobei ich erstaunt bin, wie wenig Falten der Stoff dafür wirft. Dafür wandert die Tunika vorne etwas in die Länge an der Falte. Auf dem Saum-Foto kann man es ganz gut erkennen, was mich allerdings nicht weiter stört. Mal schauen, wie es nach der Wäsche ausschaut. Zum Tragegefühl kann ich nur sagen: Genau das richtige für das Wetter. Und in Kombination mit der schwarzen Baumwolle-Legings eben genau meins.

(Beitrag ist verlinkt beim Me Made Mittwoch.)