Ein Satz Panties

Ich hab’s wieder getan. Was? Mir Unnerbüxen genäht. Die ersten beiden trage ich wirklich gern und da ich einfach mal einen Satz neue brauchte, lag das selber nähen doch wieder sehr nah. Stoffreste habe ich eh und ein wenig Upcycling konnte ich in diesem Zusammenhang auch gleich noch unterbringen: Die Wäschegummis sind von alten Unterhosen, bei denen der Stoff unreparierbar kaputt gegangen ist, wieder verwertet. Das klappte wirklich gut.

Genäht habe ich wieder das kostenlose Panty-Schnittmuster „Eve“ von pattydoo, das ich nach der ersten Unterhose etwas in der Höhe geändert habe. Bei zweien den Panties habe ich die Rückseite statt aus den zwei Stücken, die im Schnittmuster vorgesehen sind, im Bruch genäht. Das Schnittteil hat zwar eigentlich einen leichten Bogen, aber ich habe es so auf den Bruch gelegt, dass es im Zwickel noch passte. Daher ist die Hose über dem Po zwar etwas schmaler, was sich mir beim Tragen aber nicht wirklich bemerkbar macht. Wenn merkt man eher Unterschiede in der Stärke und Dehnbarkeit der gewählten Jerseys. Der Anker-Jersey ist zum Beispiel viel fester als der Rosen-Jersey.

Die anderen beiden Schlüpis sind wieder aus zwei Teilen an der Rückseite. Bei der einen habe ich leider nicht aufgepasst und das Schnittteil nicht spiegelverkehrt zugeschnitten. Für einen zweiten Versuch war allerdings nicht mehr genug vom Stoff übrig. Ach ja, dann improvisieren wir mal eben. So ein applizierter Anker hat ja auch was. 😉

(Beitrag ist verlinkt bei RUMS.)

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6 Köpfe, 12 Blöcke: Mein Augustblock

Ha, am 30. genäht und am 31. schon gezeigt. Das nenne ich mal eine Punktlandung: Mein Augustblock des „6 Köpfe, 12 Blöcke“-Quilt-Alongs ist fertig. Genäht aus einem Westfalen-Stoff mit Mond und Sternen gepaart mit einem einfachen Tupfenstoff von Idee.

Da ich die Rückseite des Stoffes, der eigentlich nur die Hauptseite in etwas abgeschwächter Intensität ist, so spannend finde, entsteht mein Card Trick durch das Spiel mit den beiden Seiten. Auch wenn er ein paar Macken hat, in Form von nicht ganz aufeinander treffenden Spitzen, ist es fast mein Lieblingsblock bisher.

Allerdings habe ich beim Nähen auch mal wieder festgestellt: Perfektion ist nicht meine Stärke beim Nähen. (Schon allein daran erkennbar, dass ich mich der Empfehlung der sehr guten Anleitung von Nadra widersetzte und ohne Sprühstärke gearbeitet habe. Und jede Menge Glück hatte, dass es dann doch so gut funktionierte.) 🙂 Wenn es nicht ganz passt, auch nach ein bis zweimal auftrennen, dann ist es ebenso und stört mich nicht weiter. Ich habe es ja immerhin versucht.

(Beitrag ist verlinkt bei RUMS und ellis and higgs)

Feuerwehr-Turnbeutel

Für die Wechselkleidung im Kindergarten braucht natürlich auch der kleine Sonnenschein einen Beutel. Da ich die klassischen Turnbeutel so gerne mag und diese für die Kleinen auch leicht zu öffnen sind, gab es – wie für den großen Sonnenschein auch – einen kleinen Turnbeutel zum Kita-Start. Passend für einen großen Feuerwehr-Fan mit vielen Leiterwagen, Rüstfahrzeugen etc. Gefunden habe ich den Stoff ebenfalls auf unserem Ausflug in die Niederlande.

Da der gewählte Stoff allerdings eher dünn ist, habe ich den Beutel doppelt genäht. Für die Innenseite habe ich einen blau-gestreiften Stoff aus meinem Fundus gewählt und aus einem kleinen Stoffrest mit bunten Punkten ein Namensschild appliziert. Dafür einfach mit einem Stoffmalstift den Namen aufgeschrieben, angenäht und fertig.

Die Ecken für die Ösen habe ich nochmal zusätzlich verstärkt mit H180 und einmal schräg abgenäht, so dass kleine Dreiecke entstehen. Durch die vielen Lagen war es aber gar nicht so einfach, die Ösen einzuschlagen. Gut, dass der Liebste geholfen hat.

Die Maße für den Beutel sind etwas größer als der Käpt’n-Gräte-Beutel und orientierten sich an den 50 cm bei voller Stoffbereite, die ich vom Feuerwehr-Stoff hatte. Daher habe sind die Fertigmaße nun ca. 47 x 35 cm. Eine gute Größe, wie ich finde. Zwei Sätze Wechselkleidung haben locker Platz – auch wenn der Beutel etwas schräg geworden ist. 😉

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

Rock Lisa mit Feenstaub

Von unserem Ausflug in die Niederlande habe ich für die Sonnenscheine und mich Stoff mitgebracht. U. a. einen halben Meter eines grauen Jersey mit ganz vielen hellgrauen Feen. Und der große Sonnenschein liebt Feen. (Und Pferde, Einhörner, Glitzer, Schmetterlinge, Prinzessinnen… 🙂 ) Da Röcke ebenfalls hoch im Kurs sind, war schnell klar: Aus dem Feen-Jersey wird ein Rock. Bei einem halben Meter gibt es in Größe 110/116 aber nicht mehr ganz so viele Möglichkeiten. Nach einer kleinen Recherche habe ich mich letztendlich für den Rock Lisa nach einer Anleitung von pattydoo entschieden.

Der Rock ist schnell genäht und die (Video-)Anleitung mal wieder typisch pattydoo: sehr verständlich, leicht umzusetzen und die freundliche Art hebt auch noch gleich die Stimmung – wenn das Nähen es ohnehin nicht schon getan hat. 😉 Damit kann es nur klappen. Außer vielleicht mit dem Kräuseln: Mir ist ein Knoten beim Annähen des Bündchens aufgegangen… Argh. Aber es hat trotzdem dann doch noch ganz gut geklappt und fällt nicht auf. Und über das Bündchen reden wir jetzt mal nicht – na, wer findet den Fehler?

Innen sind alle Nähte mit der Overlock genäht, für den Saum habe ich wieder meine Zwillingsnadel eingesetzt und zwei verschiedene Grautöne eingefädelt. Ich mag die Optik, die dadurch entsteht.

Ich habe mich für die Größe 116 entschieden, obwohl hier noch 110 getragen wird. Allerdings wollte ich, dass der Rock ruhig noch etwas länger passt. Dafür werden ich dann evtl. zu einem späteren Zeitpunkt nochmal das Gummiband tauschen müssen bzw. etwas auslassen.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

 

Knotenmütze mit Käpt’n Gräte Ankern

Zu diesem kleinen Knotenmützchen – einem Freebie von Pauline aka Klimperklein – gibt es nicht mehr viel zu sagen. Ein bewährter Schnitt, der sich wunderbar als kleine Aufmerksamkeit eignet um kleine neue süßer Mitmenschen willkommen zu heißen. Dieses Exemplar aus Resten der Käpt’n Gräber Anker, aus denen ich mir ein Kimono Tee genäht hatte, wärmt nun das Köpfchen eines kleinen waschechten Nordlichts.

akhimo, Knotenmütze nach Schnittmuster von Klimperklein, Anker Stoff von Alles für Selbermacher