Porzellan bemalen im Keramikatelier

Ein kleiner – nicht nur Schlechtwetter – Tipp für Bremen: Porzellan bemalen im Keramikatelier Anette Breu unweit des Sterns. Der große Sonnenschein und ich haben es ausprobiert und sind begeistert. Definitiv ein kreatives Angebot, dass auch schon die Kleinen ausprobieren können. Mit Farbe, Pinsel, Stempeln und Schwämmen können auch nicht ganz so künstlerisch Begabte kleine kunstvolle Einzelstücke fertigen. Mindestens mit Erinnerungswert.

akhimo, Keramikatelier Anette Breu, Parkallee 61, Bremen

Inhaberin Anette Breu hat uns sehr herzlich willkommen in ihrem sehr liebevoll eingerichtetem Atelier. Bei guten Wetter gibt es sogar eine schattige Außenterrasse im Hinterhof. Die Auswahl an Rohlingen ist riesig und reicht von kleinen Dekofigueren über Tassen und Krüge bis hin zu großen Schalen, Tellern und Dosen. Die m.E. moderaten Preise sind inklusive Brennen und Farbe ausgezeichnet. So weiß man auch gleich, womit man rechnen muss. Alles wird genau erklärt. Und da wir an dem Nachmittag unter der Woche ganz alleine waren, konnten wir die Plättchen mit den gebrannten Farben sogar mit an den Maltisch nehmen. Das half dem Sonnenschein doch sehr bei der Farbauswahl. Für eine kleine Pause zwischendurch gibt es auch Kaffee und Tee.

Wir werden auf jeden Fall nochmal zum Porzellan bemalen gehen (- auch gern mal die Mama allein 🙂 ). Es hat uns unglaublich Spaß gemacht und die Weihnachtszeit steht ja quasi vor der Tür. Und daran sollte man wirklich denken. An den Wochenenden vor Weihnachten wird es wohl richtig voll im Keramikatelier. Rechtzeitige Planung ist zu empfehlen – also schon mal jetzt im August und September anfangen.

Übrigens Kinder ab 7 Jahre können hier auch Geburtstag feiern – und Erwachsene natürlich auch. Oder einfach nur mal einen Mädelsabend veranstalten. Oder, oder… Darüber hinaus bietet die ausgebildete Töpferin Anette Breu auch Töpferkurse für Jung und Alt an.

Ach, ich hab ja schon so viele Ideen, was ich noch alles machen könnte.

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Mittelalterliches Burgfest in Bad Bederkesa

Ritter sind bei uns hoch im Kurs. Und dadurch auch der ein oder andere Mittelaltermarkt. Ein paar haben wir bereits besucht. Nun waren wir an diesem Wochenende auf dem mittelalterlichen Burgfest in Bad Bederkesa. Es war gut, aber auch kein Highlight. Wobei die Größe für die Kleinen eigentlich perfekt ist und das Ambiente – immerhin rund um eine richtige Burg ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert – einfach nur ideal für eine derartige Veranstaltung.

Ein kleines Heerlager mit drei unterschiedlichen Truppen, der Schmied Hannes, ein Steinmetz, ein paar kleine Verkaufsstände für Kleidung, Schmuck, Rüstzeug und Wein, dazu noch etwas Musik und Gaukelei und eine Taverne gehören zu dem Burgfest dazu. Eigentlich also alles dabei, was eine mittelalterliche Welt nach neuzeitlichen Vorstellungen zum Leben erwecken sollte. Das hat auch durchaus geklappt. Wenn beispielsweise die Musiker mit Laute und Harfe unter den lauschigen Bäumen, fast eine Art Laube, musizieren. Der Gaukler mit seiner Hafenratte und dem Rabe Araxax die Kinder amüsiert und Geschichten erzählt. Der Schmied auf seinen doppeltem Blasebalg – dem Stepper des Mittelalters quasi – die Kohlen zum Glühen bringt. Oder die Ritter bei schönstem kräftigen August-Sonnenschein in voller Montur nach original Turnierregeln aus dem 14. Jahrhundert ihre Kräfte messen. (Gut, dass es dann nur 20 Grad waren und nicht 30… Die Herren waren auch so gar vermute ich.)

Aber es gab eben auch so ein paar Dinge, die mir fehlten bzw. es hätten runder gemacht. Auch wenn das Gelände um die Burg nun wirklich nicht groß ist, gab es doch noch die ein oder andere größere freie Stelle. Es wäre schön gewesen, wenn diese auch noch gefüllt worden wäre. Damit es einfach eben so richtig volles Markt- und Turniertreiben gegeben hätte. Was ebenfalls hätte besser organisiert sein können, wäre der Ablauf des Turniers. Die Vollkontaktschlacht sollte laut Programm um 15 Uhr beginnen, los ging es dann mehr als 15 Minuten später… (Man saß ja nicht auch schon eine Weile um alles gut sehen zu können.) Und auch zwischen den Kämpfen zog es sich, nicht nur wegen einer notwendigen Reparatur an der Absperrung. Das war für die kleinen Sonnenscheine, so faszinierend es war, doch eine ganz schön lange Zeitspanne. Aber die Uhren gehen halt überall anders – und in der Vergangenheit sowieso. 😉

In dem Eintrittspreis von 7 Euro für Erwachsene (Kinder unter Schwertmaß, ca. 1,20m, sind frei) ist auch der Eintritt fürs Burgmuseum enthalten. Das Museum zeigt die Natur- und Kulturgeschichte der Region zwischen Elbe und Weser. Viele Siedlungsfunde, reichend vom 4. Jahrtausend v. Chr bis in die Neuzeit, werden hier ausgestellt wie beispielsweise der Thron aus der Marsch. Besonders spannend ist es aber durch die alten Gewölbe der in den 1970er Jahren komplett restaurierten Burg zu wandeln.

Einen Kritikpunkt muss ich allerdings doch noch los werden – in Sachen Information. Man findet einfach im Vorfeld kein Programm mit Start- und Schlusszeiten, was genau geboten wird etc. Die Suchmaschine spuckt zwar ein paar Artikel aus sowie Kalendereinträge, aber da stehen auch keine weiteren Zeiten drin außer den beiden Daten für die beiden Veranstaltungstagen. Eine Webseite dazu habe ich ebenfalls nicht gefunden. An und für sich ja eigentlich auch nicht tragisch, aber doch irgendwie befremdlich in Anbetracht der digitalen Vernetzung unserer Gegenwart. (Über viele Umwege habe ich dann die Facebook-Seite der Agentur Asega gefunden, die den Markt veranstaltet. Nur stellt man sich so Suchen heutzutage irgendwie nicht mehr vor.)

Kleines Fest mit kleinen Kindern ?!

Nach sechs Jahren haben wir in diesem Jahr wieder Glück gehabt und die Möglichkeit das Kleine Fest im großen Garten, den Herrenhäuser Gärten in Hannover, am letzten Veranstaltungswochenende zu besuchen. Nur hat sich seitdem ja so einiges in unserem Leben getan… Hm, eine Open-Air-Kleinkunst-Veranstaltungen, die bis spät in den Abend geht – geht das wirklich mit zwei kleinen Kindern? Während mein kinderfreies Ich eher gesagt hätte, die gehören doch ab 8 spätestens ins Bett, sehe ich das mittlerweile ganz anders (also zumindest mal ab und zu). Es Weiterlesen

Prinzessin besuchen auf der Evenburg (Leer)

Ein regnerisches Wochenende in Leer und umzu

Okay, es gibt und gab zwar weder Prinzessinnen noch Ritter auf der Evenburg, einem Wasserschloss aus dem 19. Jahrhundert – auch wenn der große und der kleine Sonnenschein der Meinung sind – aber einen Besuch ist die prächtige Anlage dennoch wert. Vor allem, wenn dann endlich die Wolkendecke aufreißt und sich die Sonne durchkämpft. Ein Besuch auf dem liebevoll angelegten Spielplatz mit Kletterparcours, Sandkasten, Vogelnestschaukel und Ziegenkarren mitten im Küchengarten des Schlossparks macht so nämlich noch viel mehr Spaß. Und so wird dann ein vermeintlich eher uninteressanter Park- und Museumsbesuch für die Kleinen auch noch zu einem spannenden Erlebnis.

Das Ensemble bestehend aus einer Vorburg aus dem 18. Jahrhundert, in dem heute das Café untergebracht ist, dem Wasserschloss, dessen Vorgänger bereits Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet wurde, und einem englischen Landschaftspark in Leer-Loga lädt zu einem gemütlichen Spaziergang und Bummel durch die herrschaftlichen Räume ein. Neben Einblicken in das Leben der Adelsfamilie von Wedel im 19. Jahrhundert erwartet die Besucher des Schlosses ein Zentrum der Gartenkultur. Seit 1975 ist das Schloss Evenburg in Besitz des Landkreis Leer. 2004 und 2011 wurde es aufwendig renoviert und in seiner ursprünglichen Form wieder hergestellt. Seit 2014 ist Evenburg mit seiner Dauerausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich.

Aber Leer hat noch viel mehr für einen Tages- oder Wochenendausflug für Familien zu bieten. Die Alt- und Innenstadt lädt zum Bummeln ein, ebenso wie die Hafenpromenade, an der beispielsweise auch ein kleiner Spielplatz liegt. Das Teemuseum ist ebenfalls immer einen Besuch wert, sowie das Miniaturland. Und von Leer ist es nur noch einen Katzensprung in die Niederlande z.B. nach Winschoten, einer kleinen Kreisstadt mit einer einladenden Fußgängerzone mit vielen kleinen Geschäften (gut parken könnt ihr übrigens an der Venne), dem Rosarium und natürlich Supermärkten, in denen man sich wunderbar mit Vla (eine Art Pudding) und Hagelslag (Streusel) in einer unglaublichen Vielfalt eindecken kann. Unsere Eiskreationen werden demnächst zumindest sehr bunt. 😉 Tja, und wenn das Wetter nicht so mitspielt: Es gibt auch einen wirklich schönen und günstigen Indoor-Spielplatz in Leer, die Spielfarm.

(Mehr über Leer, Sehenswürdigen, Unterkünfte und die Evenburg erfahrt Ihr auf den Seiten der Stadt und des Landkreises.)

Kasperle im Theater 62

Es gibt so kleine Perlen, die entdeckt man zufällig in seiner Heimatstadt. Morgens beim Lesen der Tageszeitung beispielsweise. So geschehen gerade letztes Wochenende an unserem Frühstückstisch. Wohin es uns dank eines kleinen Veranstaltungshinweis verschlagen hat? Ins Theater 62 im alten Bunker in der Lessingstraße im Bremer Viertel. Kasperltheater schauen. Für den großen Sonnenschein gerade ein absolutes Vergnügen.

Ganz unaufgeregt und in kleinem Rahmen haben Jugendliche den Kleinen vor der Bühne kurze, einfache Kasperlegeschichte vorgeführt: Schnuffi, Kaspers neuer Hund, musste ebenso gefunden werden, wie ein Schatz. Alles passend für die Altersgruppe ab 3. Wirklich schön. Und nach zwei Geschichten durfte das Publikum dann auch noch mit ran – wenn es mochte. Gespielt wurde natürlich das Märchen der Bremer Stadtmusikanten. In unserem Fall mit einer wirklich sehr einfallsreichen Mutter aus dem Publikum, die dem Esel ein wunderbares Profil gab –  und für einen Lachanfall bei den jugendlichen Puppenspielern gesorgt hat. Dass die Tiere sich auf machen in die schönste Stadt mit dem besten Fußball-Verein der Welt ist doch klar. 😉

Fast 45 Minuten hat die Vorstellung gedauert – und der große Sonnenschein hat gestrahlt. Das freut das Elternherz. Ach, und für die Mama gab es auch noch Kaffee. Herrlich. Der ist nämlich ebenso wie Tee, Wasser und Gebäck im Preis von 4 Euro inbegriffen. Ein rundum gelungener Nachmittagsausflug bei dem wechselhaften Sommerwetter.

Das nächste Kasperletheater im Theater 62, Lessingsstr. 12, ist am 11. September 2016.