Untersetzer aus Half Square Triangles

Die Reste der Flying Geese des „6 Köpfe, 12 Blöcke“-Maiblocks konnte ich nicht wegschmeißen und habe stattdessen aus den 32 Dreiecke 16 Half Square Triangles genäht und diese dann zu insgesamt vier Untersetzern in verschiedenen Mustern verarbeitet. Das war ein Puzzlespaß bis ich mich endlich entschieden hatte. 🙂

Die Untersetzer sind Freihand gequiltet. Mein erster Versuch. Während der erste noch gefühlt ziemlich schwierig war und nicht sehr gut ausschaut, ist Nr. 4 schon wesentlich leichter von der Hand gegangen. Das Futter besteht aus einzelnen Reststücken, die ich zusammen genäht habe. Die Rückseite besteht aus dem restlichen Eulenstoff, aus der ich die Cross Back Apron genäht habe. Das Binding habe ich mit der Hand genäht und ist der gleiche wunderbare Stoff, wie ich ihn bereits für meinen T-Shirt-Quilt verwendet habe. Also wirklich richtige kleine Resteverwerter diese Untersetzer.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

Prinzessin besuchen auf der Evenburg (Leer)

Ein regnerisches Wochenende in Leer und umzu

Okay, es gibt und gab zwar weder Prinzessinnen noch Ritter auf der Evenburg, einem Wasserschloss aus dem 19. Jahrhundert – auch wenn der große und der kleine Sonnenschein der Meinung sind – aber einen Besuch ist die prächtige Anlage dennoch wert. Vor allem, wenn dann endlich die Wolkendecke aufreißt und sich die Sonne durchkämpft. Ein Besuch auf dem liebevoll angelegten Spielplatz mit Kletterparcours, Sandkasten, Vogelnestschaukel und Ziegenkarren mitten im Küchengarten des Schlossparks macht so nämlich noch viel mehr Spaß. Und so wird dann ein vermeintlich eher uninteressanter Park- und Museumsbesuch für die Kleinen auch noch zu einem spannenden Erlebnis.

Das Ensemble bestehend aus einer Vorburg aus dem 18. Jahrhundert, in dem heute das Café untergebracht ist, dem Wasserschloss, dessen Vorgänger bereits Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet wurde, und einem englischen Landschaftspark in Leer-Loda lädt zu einem gemütlichen Spaziergang und Bummel durch die herrschaftlichen Räume ein. Neben Einblicken in das Leben der Adelsfamilie von Wedel im 19. Jahrhundert erwartet die Besucher des Schlosses ein Zentrum der Gartenkultur. Seit 1975 ist das Schloss Evenburg in Besitz des Landkreis Leer. 2004 und 2011 wurde es aufwendig renoviert und in seiner ursprünglichen Form wieder hergestellt. Seit 2014 ist Evenburg mit seiner Dauerausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich.

Aber Leer hat noch viel mehr für einen Tages- oder Wochenendausflug für Familien zu bieten. Die Alt- und Innenstadt lädt zum Bummeln ein, ebenso wie die Hafenpromenade, an der beispielsweise auch ein kleiner Spielplatz liegt. Das Teemuseum ist ebenfalls immer einen Besuch wert, sowie das Miniaturland. Und von Leer ist es nur noch einen Katzensprung in die Niederlande z.B. nach Winschoten, einer kleinen Kreisstadt mit einer einladenden Fußgängerzone mit vielen kleinen Geschäften (gut parken könnt ihr übrigens an der Venne), dem Rosarium und natürlich Supermärkten, in denen man sich wunderbar mit Vla (eine Art Pudding) und Hagelslag (Streusel) in einer unglaublichen Vielfalt eindecken kann. Unsere Eiskreationen werden demnächst zumindest sehr bunt. 😉 Tja, und wenn das Wetter nicht so mitspielt: Es gibt auch einen wirklich schönen und günstigen Indoor-Spielplatz in Leer, die Spielfarm.

(Mehr über Leer, Sehenswürdigen, Unterkünfte und die Evenburg erfahrt Ihr auf den Seiten der Stadt und des Landkreises.)

Hose „Mallorca“ aus einem Sari

Im Sommer liebe ich leichte, etwas pumpige Stoffhosen. Ich habe mir vor Jahren eine wunderbare Hose aus einem leichten Voile gekauft, deren Schnitt und Leichtigkeit ich einfach mag. Und genau so eine würde ich gern ein weiteres Mal haben. Den Schnitt abnehmen hat mich allerdings nicht wirklich gereizt, aber einen neuen ausprobieren natürlich. Die Hose „Mallorca“ von Pech & Schwefel hat mir bereits bei Erscheinen sehr gut gefallen, nur hab ich es da noch nicht zum Kauf des Schnittmusters geschafft. Aber in diesem Sommer. (Apropos Sommer, ich wollte so gerne Tragefotos draussen machen, aber Zeit und Wetter passten einfach nicht zusammen. Daher also doch nur schlechte Innenfotos vor dem Spiegel.)

Nachdem ich – passend zu meinen Maßen – den Schnitt in Größe 38 erst einmal zusammengeklebt habe, verlängerte ich das Schnittmuster noch um 6 Zentimeter um es meiner Körpergröße von fast 1,80 anzupassen. Allerdings kann ich schon gleich sagen: 3 cm hätten auch gereicht. Die Stoffauswahl war schnell gefällt: ein alter dunkelblauer Sari mit eine wunderschönen dunkelroten Bordüre und kleinen roten Stickereien, der sich in meinem Stofflager befand. Einziger Haken: Saristoff ist ganz schön durchsichtig. Aber auch dafür findet sich eine Lösung. Ich habe einfach den oberen Bereich bis circa 5 cm unterhalb der Schrittnaht gedoppelt – und schon sind die wichtigen Stellen richtig bedeckt.

Den Bund habe ich verstärkt, allerdings mit einer Nummer zu fester Einlage. Vielleicht legt sich die Steifheit durchs Tragen noch wieder. Einen Saum brauchte ich dank der Bordüre nicht wirklich umnähen, damit allerdings die Hose etwas pumpiger wird, habe ich einen schmalen Streifen von knapp 0,5 cm umgenäht und ein Hutgummi eingezogen. Der dadurch entstandene Effekt gefällt mir sehr. Für die Kordel habe ich ebenfalls ein Stück der Bordüre verwendet, quasi das Stück, dass an der oberen Seite nach dem Zuschnitt übrig blieb. Evtl. ziehe ich in den Bund noch ein schmales Gummi ein, damit die Kordel nicht so sehr in Mitleidenschaft gerät. Zu nähen ist die Hose übrigens wirklich sehr einfach und schnell. Die Anleitung ist sehr detailliert und alles genaustens erklärt.

Ich liebe die Hose. Der Saristoff ist unglaublich angenehm zu tragen, superbequem und die Hose hat Taschen. Was will man mehr? Die Hose werde ich sicherlich ein weiteres Mal nähen. Allerdings dann vielleicht eine Nummer kleiner, wenn ich mir die Fotos näher betrachte. Was meint ihr?

(Beitrag ist verlinkt beim Me Made Mittwoch.)

„The Palace Job“ – Patrick Weekes

akhimo, Buchcover "The Palace Job" von Patrick WeekesRogues of the Republic, Band 1. Erschienen 2013.

Ocean’s Eleven trifft Fantasy gewürzt mit einer großen Portion Humor. Treffender ist Patrick Weekes Auftakt der „Rouges of the Republic“-Trilogie in meinen Augen nicht zu beschreiben. Es ist eine spannende, teils lustige, facettenreiche Geschichte eines unmöglich scheinenden Raubüberfalls à la Robin Hood, in der dem Leser sämtliche Figuren eines klassischen Fantasy-Romans begegnen.

Loch, ehemalige Führerin einer Erkundungseinheit während des Kriegs der Republik gegen das Empire, plant einen spektakulären Raubüberfall mitten in den höchsten Regierungsreihen um ein Manuskript zu stehlen, was einst ihrer Familie gehörte. Dumm nur, dass sie gerade zusammen mit ihrem treuen Kameraden Kail, der die Mutter-Witze in wirklich jeder Sprache beherrscht, gerade in dem sichersten und gefährlichsten Gefängnis der Republik sitzt. Vorbehalten allein den Feinden der Regierung und üblen Gestalten. Nachdem ihr das Unmögliche gelingt, scharrt sie eine Reihe illustrer Gestalten – eine Einhorn, das seine Gestalt ändern kann, einen Zauberer, eine Todes-Priesterin, einen sprechende Kriegshammer, eine Safeknackerin, ein imperialistischer Mönch und einen unscheinbaren Jüngling – um sich. Zusammen haben ihre Fähigkeiten das Potential, das der Raubüberfall gelingt – wenn sie nicht vorher von der republikanischen Polizei und den dunklen Schergen des Archvoyant Silestin, Lochs Erzfeind und Oberster der Republik, daran gehindert werden.

Weekes hat einen entspannten Schreibstil. Die Sprache ist teils sehr derb – eben ein Buch für Erwachsene. Seine Story ist nicht platt und überzeugt mit immer neuen Wendungen. Die Charaktere sind durchaus mehrschichtig, soweit es der Geschichte gut tut. Die Welt ist ebenfalls sehr gut beschrieben. Eine klassische Gut-gegen-Böse-Geschichte, der Underdog gegen das Übel von oben. Und auch wenn es der Auftakt einer Trilogie ist, ist die erste Geschichte abgeschlossen – auch wenn natürlich der ein oder andere Hinweis bereits in den Folgeband hineinführt. (Nicht nur in diesem Punkt erinnert „Rogues of the Republic“ wirklich an Ocean’s Eleven.)

Fazit: 4,5 von 5 Sternen. Für Fantasy-Freunde und Fans von Raubgeschichten. Mir hat es sehr gut gefallen. Allein an den Schlusssequenzen haben mich ein paar Sachen gestört. Der zweite Band liegt aber zumindest schon bereit.

6 Köpfe, 12 Blöcke: Mein Juniblock

Ha, geschafft. Man gerade so. Aber doch noch geschafft. 🙂 Mein Juniblock ist fertig. Eine etwas krumme und schiefe Ananas, aber hey, in der Natur sind sie ja auch nicht perfekt. 😉 Ich frage mich zwar ein wenig, wie das passiert ist, aber ich tippe mal stark darauf, dass ich nicht gerade genug genäht habe. Die Zuschnitte sahen sehr gerade und passend aus… Auftrennen und neu Nähen funktionierte nur leider auch nicht. Ist immer noch nicht gerade geworden – vor allem, da mir das Schiefe erst aufgefallen ist, nachdem ich die Kanten abgeschnitten hatte.

Mir gefällt der Block aber trotz des Unperfekten. Weil er irgendwie lebendiger wirkt dadurch, oder einfach, weil ich immer noch auf jeden einzelnen Block stolz bin, den ich in diesem Sew-Along nähe. Ich lerne einfach soviel dabei. Vor allem dank der wunderbaren Erklärungen der 6 Köpfe. Auch Gesines Anleitung ist wieder sehr gut nachvollziehbar und wirklich sehr detailliert. Vielen herzlichen Dank dafür.

Die Stoffe sind übrigens gut abgelagerte aus meinem Stofflager. Den blauen mit den weißen Punkten habe ich unter anderem für einen Plüschelefant für den großen Sonnenschein verwendet. Den Vogelstoff habe ich mir vor Jahren aus den USA mitgebracht. Eigentlich mit dem Gedanken daraus ein Kleinkind-Kleid zu nähen. Aber dazu kam es nie.

(Beitrag ist verlinkt auf Allie and me Design und Rums.)