„Love Letters to the Dead“ – Ava Dellaira

Buchcover "Love Letters to the Dead" von Ava DellairaErschienen 2014.

Ein Brief an eine tote Persönlichkeit. Irgendeine. Aus einer Hausaufgabe für den Englisch-Unterricht entwickelt sich für Laurel ein Ventil, über ihre Gefühle zu sprechen. Wie es ist, neu an der High School zu sein und niemanden zu kennen, Freunde zu finden, sich das erste Mal zu verlieben. Und mit dem viel zu frühen Tod ihrer großen Schwester klar zu kommen, für den sich Laurel schuldig fühlt, und dem anschließenden Auseinanderbrechen ihrer Familie. Sie schreibt Briefe an Kurt Cobain, River Phoenix, Judy Garland, Amy Winehouse, Amelia Earhart, John Keats, … Wie Freunden, denen sie alles erzählen kann, während sie sich vor der Außenwelt verschließt. Langsam, über die Monate hilft ihr das Schreiben der Briefe sich nach außen öffnen zu können, ihre Gefühle los- und zuzulassen. Alle. Und langsam zu heilen.

Ava Dellairas Debüt ist eine traurige, aber auch kraftgebende „Coming of Age“-Geschichte, die ein versöhnliches, positives Ende hat. Ich mag ihren vorsichtigen, oft gar poetischen Schreibstil. Die gewählte Erzählform in Briefen zeigt dem Leser die Protagonistin in all ihrer Verletzlichkeit, Zartheit und Zerrissenheit, ihre Wut und ihre Angst. Und ich mag die kleinen Details und Anekdoten über die verstorbenen Adressaten, die in Laurels Briefen eingearbeitet sind.

Fazit: 5/5 Sternen. Ein wunderbar zartes Buch, sehr gut geschrieben und mutmachend.

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