„The Odds of Loving Grover Cleveland“ – Rebekah Crane

Buch-Cover "The Odds of Loving Grover Cleveland" von Rebekah CraneErschienen 2016.

Es gibt bei mir einen ganz bestimmten Indikator für gute Bücher. Nein, eigentlich zwei.

  1. Ich kann das Buch einfach nicht weg legen. Auch wenn die Nacht dadurch viel zu kurz wird und der Tag darauf überhaupt keine Zeit für Erholung bietet.
  2. Die Charaktere beschäftigen mich noch richtig lange. Ich kann nicht aufhören über sie nachzudenken. Male mir aus, wie es weiter geht, denke über Szenen nochmal nach etc. Auch einer der Gründe, warum es manchmal so lange dauert bis ich wieder ein neues Buch anfangen kann. Ich bin einfach noch zu sehr in der alten Geschichte verhangen.

Tja, was soll ich sagen? Rebekah Cranes „The Odds of Loving Grover Cleveland“ ist genau so ein Buch. Ich hatte diesmal nur Glück, dass ich das letzte Drittel am Wochenende lesen konnte. Mit Betreuung für die Sonnenscheine und Zeit für mich… Aber das ändert nichts daran, dass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Auch die Woche zuvor hätte mancher Abend vielleicht ohne noch eine Stunde lesen vor dem Schlafen geholfen um dem ohnehin riesigen Schlafdefizit entgegen zu wirken. Aber das ist jetzt eine andere Story.

Obwohl ein Buch für Jugendliche, ist es auch für Erwachsene ein sehr gutes Buch. Es geht um Freundschaft, Liebe, Leben, Aufstehen und Weitermachen, Vertrauen, Hoffnung. Trotz der Realität des Lebens, die einen mitunter hinab in die Tiefe zieht.

Die 16-jährige Zander Osborne wird von ihren Eltern ins Sommercamp nach Michigan geschickt. Aber Camp Padua ist nicht irgendein Camp, sondern ein Camp für Jugendliche mit psychischen Problemen. Nur Zander will nicht. Sie fühlt sich ganz normal. Soweit nichts fühlen normal ist. Aber die anderen Campbewohner, die sind verrückt. Meint sie. Aber die Tagen zeigen anderes. Und so schließt sie Freundschaft mit Cassie, die sich selbst als manisch, depressiv, bipolar und machtsüchtig diagnostiziert, und Bek, einem notorischen Lügner, und verliebt sich in Grover Cleveland, der einen schizophrenen Vater hat und befürchtet selbst einmal schizophren zu sein. Langsam werden die Schicksale der Jugendlichen offensichtlich, wird gezeigt woran sie fast zu zerbrechen drohen. Und ich möchte mit keinem Tauschen.

Wer aber nun denkt, dass „The Odds of Loving Grover Cleveland“ traurig ist, der irrt. Es ist ein unglaublich positives, lebensbejahendes Buch. Die Geschichte ist witzig, zärtlich, liebevoll, spannend. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Kleine Details machen sie sehr glaubhaft und auch die Nebencharaktere sind nicht eindimensional.

Fazit: ***** Absolute Leseempfehlung. Und ich wünsche mir so sehr, das die Sterne auf Zanders, Grovers, Cassies und Beks Seite sind. (Ja, ich bin immer noch in Gedanken bei dem Viergespann.)

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