Laternenzeit: Wie eine PET-Flasche das Leuchten lernt

Es ist Herbst. Unweigerlich, auch wenn sich mancher Baum noch wehrt. Und wenn es so richtig für Dunkel wird, dann gibt es bei uns nur immer wieder einen Wunsch: Wir wollen Laterne laufen. Bitte, gern. Was gibt es schöneres zu dieser Zeit?!

Bei uns haben in diesem Jahr Drache und Einhorn Einzug gehalten – in Form von sehr robusten Laternen, die auch Auf-dem-Boden-Schleifen-und-Schmeißen und Nieselregen bisher ganz gut wegstecken. (Hoffentlich halten sie es auch noch bis zum St-Martinsumzug aus…) Gefertigt sind die Laternen aus zwei großen PET-Flaschen. Dazu dann etwas Transparent- und Tonpapier, Wollreste, Kulleraugen, Glitzer, Moosgummi und elektrische Laternenstäbe.

Wie wird’s gemacht?

Die Laternen sind schnell gemacht, wenn man einmal die Trockenzeit abrechnet. (Mit der Trockenzeit braucht man dann doch zwei Tage. 🙂 )

  1. Zunächst habe ich die Flaschen einmal an der schmalen Stelle im oberen Drittel geknickt und das ganze mit einem Gummiband am Flaschenhals fixiert. Am Einhorn sieht man genau, wie. Laternenstab rein und weiter. Das ist etwas Gefummel, damit die Birne auch in die Spitze geht, aber es klappt.
  2. Danach habe ich dann mit Bastelkleber (Kleister geht auch) und Transparentpapier die Flaschen beklebt: weiß fürs Einhorn, grün für den Drachen. Dabei ist beim Drachen das Gummiband gerissen, aber es hält trotzdem. Ist quasi festgetrocknet in dieser Position. Für das Einhorn muss in diesem Schritt auch das Horn angebracht werden. Meines ist einfach aus einem weißen (Karo-)Papier gerollt und aufgeklebt.
  3. Wenn alles gut getrocknet ist, geht es ans verzieren.
  4. Der Drache zu erst. Aus einem grünen Din-A-4-Moosgummi-Bogen nach Belieben eine Zackenkette schneiden, an der geraden Unterseite kleine Einschnitte machen und diese abwechselnd nach vorne und hinten knicken. Mit Heißkleber auf der Laterne anbringen. Beginnend beim Knick Richtung Flaschenhals. Nun noch Kulleraugen, weiße Tonpapier-Zacken für die Zähne, schwarze Tonpapier-Ovale für die Nüstern und einen roten schmalen Streifen mit einem Einschnitt als Zunge aufkleben. Mit einem grünen Filzstück habe ich dann den Laternenstab noch im Flaschenhals fixiert.
  5. Nun zum Einhorn. Aus weißen, rosa und pinken Wollresten habe ich kleine Haarpüschel gefertigt. Dafür einfach ein paar Fäden bündeln und dann mit einem Faden verknotet. Dicke und Menge je nach Belieben. Ich habe sechs Püschel gemacht, und diese dann mit der Heißklebe wieder ab dem Knick bzw. nach dem Horn Richtung Flaschenhals angebracht. Nach dem ersten Püschel habe ich noch Ohren aus weißem Tonkarton und mit rosa Buntstift bemalt aufgeklebt. Mit Glitzer-Stempel, Gold-Glitzer und Kleber das Horn noch verziert. und nach Aufkleben der Augen und schwarzen Nüstern ist dann auch das Einhorn fertig. Halt, nicht ganz. Der Laternenstab muss noch fixiert werden. Natürlich wieder mit Filz, diesmal allerdings in weiß.
  6. Und jetzt: Auf zum Laternenlaufen. Das ist doch einfach etwas für die Seele.

Auf die Idee mit den PET-Flachen bin ich übrigens durch den Blog Sonnenscheinbaby (Drache) – habe es nur ein klein wenig am Anfang anders gemacht – und durch Tollabea (Pferd) gekommen, da allerdings – es ist ja ein Einhorn – doch einiges anders gemacht.

Nach robusten Laternen suchend- mit zwei kleinen Kindern doch sehr empfehlenswert, wie ich die letzten Jahre gelernt habe -, bin ich auch noch auf eine andere Idee gestoßen. Ich sage nur Joghurtbecher. Aber dazu die nächste Woche mehr.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag.)

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9 Gedanken zu „Laternenzeit: Wie eine PET-Flasche das Leuchten lernt

  1. Pingback: Lustige Vögel – Laternen aus Joghurt- und anderen Bechern | akhimo

      • Oh, ja, kann ich verstehen. Unsere Laternen – bis auf die allererste – haben wohl mal zwischendurch als Fußball hergehalten. Die waren echt nicht mehr zu retten. 🙂

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