Playmobil Pferdegeschichten

Wusstet Ihr, dass das Pferd das erste Tier war, was die Playmobil-Figuren ab 1974 begleitete? Und zu den am meisten interpretierten? Ne? Also wirklich…

Okay, gut. Zugegeben. Ich wußte es bis vor kurzem auch nicht. Aber dank eines spontanen Ausflugs ins Deutsche Pferdemuseum in Verden, in dem noch bis zum 23. Oktober 2016 die Sonderausstellung „Playmobil Pferdegeschichten“ zu sehen ist, hat sich mein Horizont dahingehend stark erweitert.

Erstmals hat der Playmobil-Sammler-König Oliver Schaffer – übrigens der einzige, der offiziell im Namen Playmobils ausstellen darf – Teile seiner über 10.000 Figuren und mehr als 100.000 Einzelteile zu faszinierenden Welten rund ums Pferd zusammengestellt. Ein Fantasiereich mit Pegasus und Einhörnern, eine Winterlandschaft mit Eiskönig, mittelalterliches Spektakel und ländliche Idylle haben sich neben den Wilden Westen, einem großen Zirkus und eine Zeitreise zur Jahrhundertwende gesellt. Überall in den riesigen Schaukästen gibt es kleine Details zu entdecken, die Kindheitserinnerungen wecken und die Augen von Groß und Klein zum Leuchten bringen. Mein Favorit: die Zeitreise zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit großer Kutschengasse und selbstgebauter Kirche. (Hatte ich doch schließlich selbst einige der dort ausgestellten Figuren von Playmobil 1900…) Oder doch das Fantasiereich? Oder die Pippi Langstrumpf?

Als Informationstafelleser lernt man nicht nur eine Menge über die unglaubliche Vielzahl an Playmobil-Figuren, sondern auch über das Pferd. Und noch mehr über das Pferd – evolutions- und kulturgeschichtlich – erfährt man in der Dauerausstellung des Museums, was ich wirklich auch Nicht-Pferdenarren nur empfehlen kann. Wie sieht zum Beispiel der Blickwinkel eines Pferdes aus? Mit der Pferdebrille kann man es einmal selbst erfahren. Oder wie es sich im Damensattel reitet – mit Hilfe eines mechanischen Pferdes kein Problem. Es wird die Entwicklung des Pferdes als Arbeitstier, als Streitross bzw. im militärischen Einsatz sowie des Pferdesports sehr informativ gezeigt. Selbst der gar nicht so große Sonnenschein hatte seinen Spaß. Also definitiv auch für Kinder geeignet, die bis 4 Jahre sogar freien Eintritt haben.

Das bundesweit zentrale Museum zur Kulturgeschichte des Pferdes ist am Holzmarkt 9 in Verden (Aller) untergebracht. Geöffnet hat es dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.

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