Mend it May! Die Rückkehr der Lieblingsjeans

Habt ihr schon vom „Mend it May!“ gehört? Jen von My Make Do and Mend Life hat dazu aufgerufen, sich im Mai endlich mal der Zu-reparieren-Kiste anzunehmen und damit auch ein Zeichen gegen die Wegwerf-Kultur zu setzen. „A whole month long celebration of the magic of mending“, nennt sie es. Egal, ob man nur eine Sache oder jeden Tag etwas oder noch mehr repariert, Hauptsache man fängt, die Welt zu ändern und zu erhalten. Dazu gibt sie jede Menge Tipps, wie etwas repariert werden kann. Ein Besuch auf ihrem Blog lohnt sich.

Knapp vor Schluss habe ich es doch noch geschafft, mein selbst gesetztes Ziel – mindestens eine Sache zu reparieren – erreicht. Und es sind sogar gleich zwei geworden (mit etwas Glück und einer Lücke im Zeitplan werden es sogar vielleicht noch drei).

Richtig glücklich bin ich über die Rückkehr meiner Lieblingsjeans in meinen Kleiderschrank. Die Hose war am linken Knie und unterhalb der rechten Seitentasche durch gescheuert. Gut, ich hätte sie auch noch so tragen können – ist ja auch modern -, aber nicht meins. Also flicken. Aber so einen Standard-Flicken wollte ich auch nicht, Stopfen kam irgendwie auch nicht in Frage und dann bin ich bei Pinterest auf „Sashiko“ bzw. „Boro“ gestossen – und hatte mich gleich verliebt. Ja, genau das wollte ich auch für meine Hose. Jen erklärt es übrigens ebenfalls auf ihrem Blog.

Boro ist eine alte japanische Tradition des Reparieren von Kleidung durch das Aufnähen von Stoffresten, Sashiko eine japanische dekorative verstärkende Stichart. Alles was man dafür braucht ist eine lange dünne Nadel, Stickfäden und Stoffreste. Traditionell werden weiße Fäden auf indigo Stoffen verwendet, aber eigentlich funktioniert alles, so lange es gefällt. In meinem Fall Jersey – Reste vom Wickelbody – und hellgraues Stickgarn.  Neben den einfachen geraden Linien habe ich am Knie noch kleine „Schleifen“ gestickt, unterhalb der Tasche kleine Kreuzchen. Ich liebe meine neue, alte Jeans, die jetzt noch ein Stück individueller ist.

Neben der Hose habe ich mich auch endlich dem Stoff-Zeitungsständer meines Vaters angenommen. Der Deckel war am Griff einmal quer durchgerissen. Ich habe das Loch einmal mit einem Zick-Zack-Stich verschlossen und dann mit einem Rest Jeansstoff die Stelle des Riss verstärkt, um dann den Griff wieder anzubringen. Es ist nicht hübsch und auch absichtlich so, dass die Reparaturen noch erkennbar sind, aber es dürfte erst einmal halten.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

 

 

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Ein Gedanke zu „Mend it May! Die Rückkehr der Lieblingsjeans

  1. Pingback: Jeans im Sashiko-Style | akhimo

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