T-Shirt-Quilt mit lauter Erinnerungsstücken

Juhuhh. Ich hab‘ es am Wochenende endlich mal wieder an die Nähmaschine geschafft. Yuppie, yeah. Ich freu mich so. Das Ergebnisse gibt es heute allerdings nicht zu sehen, sondern ein anderes Mal. Erstmal muss ich euch nämlich endlich mal dieses neue Schmuckstück zeigen, dass nun eine ganze Weile schon unsere Couch ziert und zum Kuscheln einlädt. Denn ich habe es auch endlich mal geschafft Fotos zu machen.

Wovon ich rede? Von meinem Mammutprojekt und Weihnachtsgeschenk für den Liebsten. (Ja, ihr habt richtig gelesen. Weihnachtsgeschenk.) Ein T-Shirt Quilt aus all den alten Bandshirts, die in der hintersten Ecke des Kleiderschranks schlummerten, ewig schon nicht mehr getragen worden, aber mit zu vielen Erinnerungen verbunden sind, als dass sie weggeschmissen werden könnten. So bekommen die Shirts einen ganz neuen Ehrenplatz und werden wieder ganz neu wertgeschätzt – und damit auch die Erinnerungen.

Begonnen habe ich mit der Planung Anfang September 2015, zu Weihnachten wurde dann das mit Sicherheitsnadeln fixierte Sandwich verschenkt, in den Monaten danach dann – unter leichter Verzweiflung – gerade das nötigste gequiltet, um danach das Binding per Hand anzunähen. Rechtzeitig zu Ostern war auch das geschafft und der Quilt endlich fertig.

Die fertigen Maße betragen 210 mal 152 cm. Vernäht habe ich neben den Shirt-Auschnitten 1,5 m des wunderbaren grauen Sprinkle Stardust aus der Basic-Serie von Cotton&Steel und einen grauen Fleece von Butinette. Auf ein Vlies zwischen der Ober- und der Unterseite habe ich auf Grund der Dicke verzichtet. Der Quilt ist auch so sehr warm –  und das Quilten mit meiner Maschine war dadurch auch leichter. Denn trotz Obertransport und einem improvisierten Anbautisch war das Quilten eine Quälerei. Die Menge an Stoff durch meine Maschine zu schieben, war wirklich eine Herausforderung. Und Stiche hat die Maschine auch ständig ausgelassen, wie auf den Fotos zu sehen. Aber es hält – und das ist erstmal das entscheidende. Dank des Verzichts auf ein Batting reichte es auch sehr wenig, nur entlang der großen Shirts zu quilten.

Mit dem Ausmessen der Drucke und der Planung des Quilts am Laptop hat alles begonnen. Mit lauter kleinen Kästen, die irgendwann ein großes Ganzes wurden. Na gut, eigentlich hat das ganze Projekt damit begonnen erst einmal auszumisten und mit einem Craftsy-Kurs: „The Ultimate T-Shirt Quilt“ von Winnie Fleming. Der Kurs ist wirklich sehr hilfreich. Vor allem die Maßtabelle. Die T-Shirts, die ich verwenden wollte, variierten nämlich sehr stark in der Größe der Aufdrucke und ich wollte diese Variation auch möglichst im Quilt wieder finden statt alle Drucke in einer Größe zuzuschneiden.

Dann ging es ans grobe Ausschneiden, Aufbügeln der H180, um das Jersey zu stabilisieren, genaue Zuschneiden nach dem Plan, wofür ich mir extra ein Inch-Lineal besorgt habe (war zu faul zum Umrechnen), und dann ans nähen. Das Zusammenfügen der Blöcke und Reihen ging verhältnismäßig schnell. Aber dann fehlte mir einfach der Platz um das Sandwich – in diesem Fall nur aus Front und Backing – mit unzählig vielen Sicherheitsnadeln zu fixieren. Also die erste Pause. Rechtzeitig vor Weihnachten dann noch ein Plätzchen gefunden und es konnte wenigstens ein erster Eindruck des Quilts unterm Baum liegen. Inklusive des vorbereiteten Bindings sogar.

Nächste Schritte: Quilten, ausnahmsweise am Esstisch statt des Nähtischs. Ich brauchte Platz. Viel Platz. Und – ich wiederhole – es hat mich echt ein paar Nerven gekostet. Danach das Binding einmal rundherum mit der Nähmaschine angenäht und dann umgeschlagen und per Hand fixiert. Das war wirklich mit der schönste Teil am Nähen des Quilts. Sehr meditativ und ich konnte mich sogar schon unter den Quilt kuscheln. Herrlich.

Würde ich so einen Quilt nochmal nähen oder hat mich gar das Quilt-Fieber ereilt? Ja, ich werde definitiv noch einen Quilt dieser Art nähen. Habe es schon als Gutschein verschenkt und schon einen riesigen Stapel T-Shirts dafür liegen. Muss jetzt nur geplant werden. Und genäht. Aber ich werde kein Quilter. Zwischendurch gefällt es mir sehr, dann muss allerdings auch mal wieder was anderes her. Kleidung, Taschen, etc. Und noch etwas: Das nächste Mal schicke ich den Quilt zu einem Quilt-Service. Einen Babyquilt mit meiner Nähmaschine quilten? Okay. So einen King Size Quilt? Never ever again.

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

 

 

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7 Gedanken zu „T-Shirt-Quilt mit lauter Erinnerungsstücken

  1. Pingback: 6 Köpfe, 12 Blöcke: Mein Januarblock | akhimo

    • Dankeschön. Zwischendurch sind so Großprojekte wirklich schön. Und dann müssen auch mal wieder die schnellen kleinen Erfolge zwischendurch sein. 😉 Lieben Gruß

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