Ein Ratz-Fatz-Rock

Oder auch: Ich näh mir einen Rock in einer Halbzeit.

Auf meiner „22 in 222 Tage“-Nähliste fehlt eigentlich nur noch ein Punkt abzuhaken: Nr. 10. Ein Tellerrock. Gut, fangen wir erst einmal klein an. Hab‘ schließlich noch nie einen Rock genäht. Was leichtes muss also her. Und was passt da besser als Polly Pünktchens Ratz-Fatz-Rock? Richtig. Nöschts. 🙂

Während also Uruguay gegen Costa Rica spielte, hab ich mich ans Röckchennähen gewagt. Zu unmotiviert, das bereitgestellte Schnittmuster auszudrucken und zusammenzukleben, habe ich es schnell selbst gezeichnet. Alte Schreibtisch-Unterlagenblöcke sei Dank. Auf einen Stoff gelegt, den ich noch in meinem Stoffschrank entdeckt und den ich auch irgendwo geerbt habe – genau das richtige Probestöffchen also -, passt und zugeschnitten. Dazu dann noch ein altes T-Shirt für das breite Bündchen zerlegt – es musste etwas enger gemacht werden – und dann schnell mit der Overlock alles zusammengenäht. Den Saum gebügelt und abgesteppt. Anprobiert…

akhimo_ratzfatz_rock_Coll_1

Hm, irgendwas fehlt? Richtig. Taschen. Wohin sonst mit den Taschentüchern, die man als junge Mutter scheinbar ständig und überall mit sich rumschleppt, oder mal eben schnell mit dem Schlüssel, um schlafendes Kind samt Kegel in die Wohnung zu transportieren? Schnell kam mir da die erste Staffel der Great British Sewing Bee in den Sinn. In einer Folge mussten die Teilnehmer nämlich einen gekauften Rock durch Taschen aufhübschen. Und Lauren, die übrigens auch einen lieben Blog und – so wie es scheint – zauberhaften Laden hat, entschied sich für Kellerfalten-Taschen. Na, das kann doch nicht so schwer sein… Also, flugs ein Schnittmuster gezeichnet, ausprobiert, für gut befunden und auf den Rock platziert. Die obere Kante habe ich mit blauem Schrägband versäubert, was der Tasche noch etwas mehr halt und Stand gibt.

akhimo_ratzfatz_rock_Collage_2

Aber was ist das? Oh nein, die neue Seitennaht am Bündchen reißt auf?! Wie haben die denn die andere genäht, dass das hält? Egal, zu spät, noch einmal alles aufzutrennen, gleich ist Pause. Stattdessen noch einmal mit einem Dreifach-Zick-Zack rübergenäht. Sieht aus wie gewollt – und hält alles zusammen. Sehr schön. 🙂 Die zweite Halbzeit wird dann gemütlich auf dem Sofa weitergeschaut.

Habe ich am Entstehungstag noch ein wenig gezweifelt, ob mir Form und Muster gefallen, gefällt mir die Kombi mit Schwarz richtig gut. Auch wenn ich gern auf die dicke Strumpfhose verzichtet hätte. Ist aber einfach zu kalt ohne. Nur leider krabbelt der Rock die Strumpfhose hoch. Tja, hat halt kein Futter. Stört mich jetzt aber nicht so sehr. Und der Sommer kommt bestimmt auch bald wieder. *toitoitoi*

(Beitrag ist verlinkt bei Rums und beim Ratz-Fatz-Rudel.)

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8 Gedanken zu „Ein Ratz-Fatz-Rock

  1. Pingback: 22 in 222 Tagen: Zwischenbericht VI | akhimo

  2. Anpfiff – Halbzeit- Fertig… das liest sich schon mal sehr flott – trotz der „Komplikationen“ und „Hindernissen“ (oder soll ich Foul sagen?).
    Insgesamt ein tolles, praktisches Röckchen mit ratzfatz-Details. Gefällt mir!
    LG – Peggy

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