Die drei ??? – Phonophobia

Ein abgeschiedenes, merkwürdig konstruiertes Institut, in dem Musiker Farben, Geschmäcker und Gefühle musikalisch spürbar machen, ein geheimnisvoller Orchesterleiter und seine militärische musikalische Leiterin, eine besondere, seltene Fähigkeit – die Synästhesie – und eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Schwester. Wir sind mittendrin im neusten, spektakulären Fall der wohl berühmtesten Detektive im Hörspielregal, den drei ???. Und das ganze Spektakel – im wahrsten Sinne – live und in Farbe, denn nach fünf Jahren sind Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich und Jens Wawrczeck alias Justus Jonas, Bon Andrews und Peter Shaw wieder auf Tour. Zum Bergfest gastierten sie gestern, 22. März 2014, in Hannover – vor ausverkaufter Halle.

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Sichtlich überwältigt vor wohl bestimmt 10.000 + Fans der drei Detektive starteten Rohrbeck und seine Kollegen in ein neues kurzweiliges Abenteuer. Während des Vorverkaufs wurde sogar kurzerhand der Veranstaltungsort gewechselt, um dem Ansturm an die Karten in Hannover nachzukommen. Aus der AWD Hall wurde so die TUI Arena. Aber zurück zum Abenteuer, das extra für die große Bühne entwickelt wurde. Neue Herausforderungen warten dabei auf Justus, Peter und Bob: erstmals agieren sie ohne Erzähler auf der Bühne (was dem ein oder anderen vielleicht am Anfang etwas gefehlt hat, aber im Erzählfluss der Story definitiv nicht), sie spielen mit den Bühnentechniken, wagen sich aufs Tanzparkett und begeben sich in die größte Gefahr ihrer rund 35-jährigen (Hörspiel-)Laufbahn – geht man nach den Büchern haben sie sogar 50-jähriges Jubiläum. Und wie es sich gehört für ein Jubiläumsstück gibt es auch Anspielungen an vergangene Zeiten.

Live wäre aber nicht live, wenn es nicht auch die ein oder andere einmalige Situation gibt. Tosender Applaus und mitten im Stück geforderte Zugaben inklusive Rücken und Kinderwunschforderungen gab es am Abend in Hannover. Es wurde mitgefiebert und gelacht und sich am Schluss begeistert bedankt – bei Sprechern, Musikern und Technikern  gleichermaßen – für ein paar spannende Stunden. Ein wirklich gelungener Abend.

Einzig gestört haben die Einlass- und die Parkplatzsituation. Vorweg, es gab genug Parkplätze und es war auch sehr gut ausgeschildert, wo wie geparkt werden sollte für die drei ???, aber von den Ordner, die vor der Veranstaltung einen mehr oder weniger gut auf dem Parkplatz einwiesen, fehlte nachher jede Spur – bis auf den einsamen, verlassenen an der Ausfahrt, der gefühlt nur die Verkehrshütchen im Blick hatte – und das Chaos brach aus. Zwischen den Autos strömten die Besucher zu ihren jeweiligen fahrbaren Untersetzern, irrten teils auch etwas umher. Hatte man sein Fahrzeug dann gefunden, versuchte sich jeder einen Weg zwischen den anderen Autos und Fußgängern zu bahnen. Das Verlassen des Parkplatzes nahm also etwas Zeit in Anspruch und erhöhte den zuvor runtergefahrenen Stresspegel. Etwas geordneter wäre entspannter gewesen. Auch der Einlass wäre verbesserungswürdig. Ein paar mehr Ordner und Absperrgitter hätten da sicherlich geholfen. Während nämlich die erste Hälfte der riesigen Warteschlange vor dem Einlass noch sehr gut funktionierte, kollabierte sie zum Ende hin. Statt Warteschlange gab es dann dicke Wartetraube vorm Eingang – und wir mittendrin. Argh. Aber immerhin wurde nicht gedrückt und gedrängelt… Trotzdem hat es aber mit den Sitzplätzen (es ist freie Platzwahl) ganz gut geklappt. Erste Reihe im Rang direkt gegenüber der Bühne. Klar, ist jetzt nicht wirklich dicht dran, aber man konnte sehr gut sehen – auch dank der Großbildleinwände.

Mehr zur Tour, den drei Detektiven und ihren Fällen gibt es auf www.diedreifragezeichen.de.

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