Lost in Austen

Einmal Jane Austen Fan, immer Jane Austen Fan. Ich liebe ihre Romane und die BBC-Verfilmungen. So verrückt wie im neuen Film „Austenland“ bin ich aber nun bei weitem nicht. Bin eigentlich meilenweit davon entfernt. (Abgesehen davon hab ich meinen Mr. Darcy ja schon. 😉 ) Seltener lese ich allerdings Romane und Erzählungen von Autorinnen, die die Geschichten um die Austen-Heldinnen weiterspinnen. Da bin ich wählerisch. Ein paar finden sich allerdings schon in meinem Bücherregal. Und eines scheint es meinen Sonnenschein regelrecht angetan zu haben. Sie räumt wirklich immer nur dieses aus dem Regal. Hm, das ist wohl ein Wink. Also lese ich es einfach noch einmal. Denn das tolle ist: Es ist eine Art Spiel.

Webster_Lost_in_Austen„Lost in Austen: Create Your Own Jane Austen Adventure“, Emma Campbell Webster, 2007.

Die Aufgabe ist klar: Heirate aus Liebe, aber bitte auch standesgemäß. Und ein bisschen Geld wäre auch nicht schlecht. Das Problem: Eine Elizabeth Bennet hat nicht gerade die besten Chancen. Wer sich schon immer gefragt hat, was wäre passiert, wenn Elizabeth Darcys Antrag bereits beim ersten Mal angenommen hätte, oder wenn sie einfach links statt rechts abgebogen wäre, kann es in Websters Solo-Rollenspiel herausfinden. Und auch wenn die Handlung in „Stolz und Vorteil“ beginnt, kommen alle Austen Heldinnen und Helden zu Wort bzw zur Handlung, die Webster gekonnt miteinander verknüpft. Allerdings nur, wenn man sich entscheiden, nicht dem Verlauf von „Stolz und Vorurteil“ zu folgen. Nebenbei erfährt man ein bisschen über die Regencyzeit. Webster hat übrigens Literatur studiert und sich auf Jane Austen spezialisiert.

Nach viermal „spielen“ habe ich bzw. meine Lizzy es so immerhin geschafft a) schon innerhalb der ersten 15 Seiten überfallen zu werden, b) mit Willoughby abzuhauen, c) Crawfords Antrag anzunehmen und d) Colonel Brandon zu heiraten (immerhin endlich einmal ein positives Ende, Aufgabe erfüllt). Beim ersten Versuch vor ein paar Jahren hat meine Lizzy übrigens dem Antrag Darcys viel zu früh zu gestimmt. Keine gute Idee. 🙂 Aber jetzt erst einmal wieder genug Austen…

Fazit: Für Austen Fans eine ganz witzige Idee für immer mal wieder zwischendurch.

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