Buch-Quickie: North and South

north_and_south„North and South“, Elizabeth Gaskell, erstmals erschienen 1854/55 als Fortsetzungsroman in Charles Dickens‘ Wochenzeitschrift „Household Words“.

Ein wunderbarer Gesellschaftsroman, den man als Fan englischer Klassiker einfach gelesen haben muss. In Gaskells Roman treffen die englische Gentry aus dem ländlichen Süden sowie die Arbeiter und Fabrikbesitzer des industriellen Nordens aufeinander. Hauptfigur und das alles zusammenhaltende Band ist Margret Hale, Tochter eines armen Landgemeinde-Pfarrers, die bei ihrer reichen Tante in London aufwächst. Als deren Tochter  Edith heiratet und Margrets Aufgabe als ihre Gesellschaft endet, zieht sie zurück in ihr geliebtes Helstone zu ihren Eltern. Allerdings nur für kurze Zeit, denn Mr. Hale zieht es aus Glaubenszweifeln in das industrielle Milton, wo er fortan als Privattutor arbeitet. Hier trifft Margret u.a. auf den Fabrikbesitzer Thornton und die Arbeiterfamilie Higgins. Nur langsam überwindet Margret dabei ihre Vorurteile und zwischen John Thornton und ihr entwickelt sich eine Liebesgeschichte. Ein bißchen Liebe muss schließlich auch sein.

Soziale und regionale Gegensätze thematisiert Gaskell ebenso wie die Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter in der fiktiven Industriestadt Milton. Der Roman ist in einer deutschen Übersetzung nicht erhältlich, auch wenn er wohl kurz nach Erscheinen in den 1850ern auch einmal übersetzt wurde.

In der Neuen Zürcher Zeitung ist 2010 ein sehr interessanter Artikel über Gaskells schriftstellerisches Schaffen erschienen: „Arbeiterin des Gewissens“.

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