Katniss – The Girl on Fire

„Die Tribute von Panem“ (Original: The Hunger Games), Band 1-3, Suzanne Collins, 2009-2011.

Wow, was für eine Geschichte. Suzanne Collins „Die Tribute von Panem“ lässt einen ab der ersten Seite nicht mehr los. Abenteuer, Gesellschaftskritik, Liebe, der Kampf zwischen Gut und Böse – diese Triologie hat einfach alles.

Das postapokalyptische Panem, entstanden aus den Ruinen Nordamerikas, ist ein grausamer, totalitärer Staat. Zwölf Distrikte – jeder auf bestimmte Produktionsbereiche spezialisiert – versorgt das Capitol, die Hauptstadt des Staates. Während in den Distrikten die Menschen Hunger leiden, leben die Bewohner im Capitol im Überfluss. Für kleinste Verbrechen drohen ihnen härteste Strafen. Kaum einer wagt es, sich gegen die Macht zu erheben. Und um diese jährlich aufs neue zu verdeutlichen, hat sich der Machtapparat eine ganz perfide Belustigung für die Bewohner des Capitols und Strafe für die Distriktbewohner, die sich einst erhoben haben, ausgedacht: die Hunger Games. 24 Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren – je zwei aus jedem Distrikt – treten in einem Spiel um Leben und Tod gegeneinander an. Denn nur einer kann dieses tödliche Spiel überleben. Per Los werden die Tribute, die Spieler, ausgewählt.

Eine dieser Tribute ist Katniss Everdeen aus Distrikt 12, in dem Kohle abgebaut wird. Sie hat sich freiwillig gemeldet, um ihre kleine Schwester zu retten, die für die diesjährigen Hunger Games ausgelost wurde. Sie rechnet nicht damit, jemals wieder nach Hause zurückzukehren. Aber sie will sich dem Capitol nicht kampflos ergeben. Und wird somit zu einem Symbol für den Kampf um Freiheit.

Suzanne Collins „Tribute von Panem“ ist eine sehr vielschichtige Geschichte, die defintiv nicht nur für Jugendliche ist. Vieles ist vielleicht sogar nur für Erwachsene wirklich verständlich. Die Protagonisten sind mehrdimensional gezeichnet, der Schreibstil durch die Bücher gleichbleibend stark und fesselnd. Während das erste Buch zwar durchaus für sich stehen könnte, erfordern die vielen offen Stränge schon eine Fortführung des Romans: die Strafe, die Katniss Handeln während der Hunger Games unabdingbar nach sich ziehen muss, die Beziehung zwischen ihr, ihrem Mittribut Peeta Mellark und ihrem besten Freund Gale Hawthorne… Und so sind die folgenden Bände durchaus die logische Konsequenz für den von Collins eingeschlagenen Lösungsweg. Noch ein Pluspunkt für die Triologie, auch auf die Gefahr hin etwas dem Leser vorwegzunehmen, ist das Ende. Es ist eben nicht das Alles-ist-gut-trotz-der-schlimmen-Erfahrungen-Ende, sondern ein sehr realistisches.

Fazit: Absolut fesselnd. Lesenswert bis zur letzten Seite.

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