Zwölf verknüpfte Bande

„The Thing Around Your Neck“, Chimamanda Ngozi Adichie, 2009

Zwölf Geschichten, zwölf Schicksale hat Chimamanda Ngozi Adichie in ihrem Kurzgeschichtenband vereint, die mitreißen und tiefe Einblicke nicht nur in die nigerianische Kultur gewähren.

Langsam entfaltet Adichie ihre fesselnden Erzählungen, die von einer schlichten Schönheit gezeichnet sind – obwohl ihre Themen alles andere als schön oder einfach sind. Sie sind viel mehr verstörend, aufrüttelnd, nachdenklich. Und immer wieder verknüpft sie die Fäden, die Männer und Frauen, Eltern und Kinder, Nigeria und den Westen mit einander verbinden, auf einzigartige Weise.

Der Leser begegnet in „Jumping Monkey Hill“ einer jungen Schriftstellerin, die auf einem Workshop für afrikanische Literatur mit dem ausgewiesenen Literaturexperten und sein westlich-verklärtes Afrikabild aneinander rasselt. Der Terror, die Gewalt zwischen Christen und Muslimen gibt Adichie in „A Private Experience“ ein Gesicht. In „The American Embassy“ leidet der Leser mit einer Mutter, die ihren kleinen Sohn im Zuge politischer Gewalt verloren hat. Aber auch, dass das Leben in den USA nicht das hält, was es in der nigerianischen Heimat versprach, findet in den Erzählungen Eingang.

Fazit: Sollte man lesen, und wenn auch nur zwischendurch eine Geschichte.

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