Kimono Tee Upcycling

Schon längst eines meiner Lieblingsshirts der letzten Wochen ist mein Upcycling Kirsten Kimono Tee von Maria Denmark. Genäht aus alten ungenutzten Band-Shirts (die Band gibt es nicht mehr, aber die Merch-T-Shirts liegen hier noch rum.🙂 ). Eigentlich ist es nur eine Probeversion, da ich zwischen zwei Größen liege und mir mit der Passform unsicher war. Meine ersten Kimono Tees waren ja nicht für mich. Genäht habe ich es nun in M, werde demnächst aber nochmal eines in S probieren, da ich mir so erhoffe vielleicht im Rückenbereich etwas weniger Weite zu haben. Oder habt ihr noch eine Idee?

Auf einen graden Saum hatte ich keine Lust und habe mir daher einen gerundeten Saum gebastelt. Dafür habe ich das Shirt einfach um 10 cm verlängert. Sp passte es gerade auf den Rücken von 2 XL-Herren-Shirts. Die Säume habe ich einmal umgeschlagen, ca. 1 cm, und dann mit einem elastischen Zierstich vernäht. Die Nähte treffen zwar leider nicht immer ganz genau aufeinander, aber ich liebe es dennoch oder gerade. Ohne viel Schnickschnack, so fühle ich mich wohl. Es sitzt einfach herrlich locker und leger. Bin gespannt, ob mich eine kleinere Größe auch überzeugen kann.

(Beitrag ist verlinkt bei Rums.)

„The Great Library – 1 und 2“ – Rachel Caine

„Ink and Bone“ (Band 1), erschienen 2015; „Paper and Fire“ (Band 2), erschienen 2016.

Wow, was für ein Buch, was für eine Serie. Es passiert mir wirklich selten, dass ein Buch mich ab der ersten Seite so packt, das ich es gar nicht mehr weg legen mag – trotz absoluter Müdigkeit und immer häufiger zufallender Augen.  Rachel Caine hat es mit „Ink and Bone“, dem Auftakt der „The Great Library“-Serie, geschafft. Ich bin geflasht. In etwas mehr als einer Woche hatte ich beide Bände durch. Und das ist zurzeit wirklich gar nicht so einfach mit all den anderen Verpflichtungen, die das Familien- und Arbeitsleben so mit sich bringt. So sehr geflasht, dass ich sogar schon Rachel Caines Kurzgeschichten auf wattpad auf meine To-Read-Liste nach ganz oben gesetzt habe.

Was wäre, wenn die Bibliothek von Alexandria die Zeit überdauert hätte? Sie wäre das Machtzentrum des Wissens. Bücher gebe es nur in der Bibliothek und ihrer zahlreichen Zweigstellen, die in jeder größeren Stadt der Welt angesiedelt sind. Druckmaschinen gibt es nicht, stattdessen Blanko-Bücher, vielleicht ähnlich eines eReaders, auf den mit Hilfe von Alchemisten und deren Magie, Texte gespiegelt werden. Elektrizität und Telekomunikation sind ebenfalls unbekannt, stattdessen ist die Dampfmaschine das Mittel der Wahl und der Codex, auf dem – ebenfalls mit Hilfe der Alchemisten – Nachrichten erscheinen und verschickt werden können. Die Bibliothek ist neutral, aber hat dennoch die Macht über alles. In genau dieser Welt lebt Jess Brightwell im Jahre 2025. Seine Familie ist erfolgreich im Buchschmuggel. Sammler und Buchverzehrer – ja, wenn etwas so rar ist, dann mögen manche es auch mit allen Sinnen wahrnehmen – geben Unsummen für Originale aus. Um einen Spion in den Reihen der Bibliothek zu haben, ermöglicht Jess‘ Vater ihm den Einstieg in die Bibliothekslaufbahn.

Aber die Bibliothek ist nicht der heilige Ort des Wissens, an dem jeder und jede willkommen ist, sondern hat sehr dunkle Schatten, wie Jess bald herausfindet. Die Bibliothek scheut nicht davor zurück, Menschen zu töten, sollten sie ein Buch beschädigen. Jess schwebt also in ständiger Lebensgefahr ob seiner Vergangenheit und Zukunft. Ein Menschenleben ist weniger wert als ein Buch. Wissen ist Macht – und die Macht ist korrumpiert. Und Jess rebelliert.

In „Ink and Bone“ begibt sich Jess von seiner Heimat London nach Alexandria zur Ausbildung um kurz vor Abschluss nach Oxford in die Kriegswirren zwischen der englischen und der walisischen Armee zu geraten. Er lernt Freunde fürs Leben kennen, die sehr schnell zur Familie für ihn werden. In „Paper and Fire“ kämpft diese Familie für die Ihren und ums Überleben – von Alexandria treibt es Jess und seine Freunde nach Rom und London.

Rachel Caine hat eine sehr detaillierte Welt geschaffen, deren Beschreibung sich gut einfügt in dem fließenden, teils rasanten Erzählstil. Auch für die Charaktere hat sie sich trotz allem Zeit genommen und sie sehr nachvollziehbar ausgearbeitet. Die Protagonisten wachsen mit den Aufgaben und Geschehnissen. Wie so häufig bei Reihen ist der zweite Band allerdings etwas schwächer als der erste. Oder geht es nur mir so? Für mich fühlen sich die mittleren Bände zumindest immer wie ein Übergang, Zwischenstück an, bis es dann endlich richtig zur Sache geht. Bei der Qualität, die Caine abliefert, fällt das aber nun wirklich nicht ins Gewicht.

Knowledge is all. The Library’s motto, and this was what it meant in the real world. It meant that nothing, nothing was more valuable. Not even lives.

 

 

Kasperle im Theater 62

Es gibt so kleine Perlen, die entdeckt man zufällig in seiner Heimatstadt. Morgens beim Lesen der Tageszeitung beispielsweise. So geschehen gerade letztes Wochenende an unserem Frühstückstisch. Wohin es uns dank eines kleinen Veranstaltungshinweis verschlagen hat? Ins Theater 62 im alten Bunker in der Lessingstraße im Bremer Viertel. Kasperltheater schauen. Für den großen Sonnenschein gerade ein absolutes Vergnügen.

Ganz unaufgeregt und in kleinem Rahmen haben Jugendliche den Kleinen vor der Bühne kurze, einfache Kasperlegeschichte vorgeführt: Schnuffi, Kaspers neuer Hund, musste ebenso gefunden werden, wie ein Schatz. Alles passend für die Altersgruppe ab 3. Wirklich schön. Und nach zwei Geschichten durfte das Publikum dann auch noch mit ran – wenn es mochte. Gespielt wurde natürlich das Märchen der Bremer Stadtmusikanten. In unserem Fall mit einer wirklich sehr einfallsreichen Mutter aus dem Publikum, die dem Esel ein wunderbares Profil gab –  und für einen Lachanfall bei den jugendlichen Puppenspielern gesorgt hat. Dass die Tiere sich auf machen in die schönste Stadt mit dem besten Fußball-Verein der Welt ist doch klar.😉

Fast 45 Minuten hat die Vorstellung gedauert – und der große Sonnenschein hat gestrahlt. Das freut das Elternherz. Ach, und für die Mama gab es auch noch Kaffee. Herrlich. Der ist nämlich ebenso wie Tee, Wasser und Gebäck im Preis von 4 Euro inbegriffen. Ein rundum gelungener Nachmittagsausflug bei dem wechselhaften Sommerwetter.

Das nächste Kasperletheater im Theater 62, Lessingsstr. 12, ist am 11. September 2016.

Playmobil Pferdegeschichten

Wusstet Ihr, dass das Pferd das erste Tier war, was die Playmobil-Figuren ab 1974 begleitete? Und zu den am meisten interpretierten? Ne? Also wirklich…

Okay, gut. Zugegeben. Ich wußte es bis vor kurzem auch nicht. Aber dank eines spontanen Ausflugs ins Deutsche Pferdemuseum in Verden, in dem noch bis zum 23. Oktober 2016 die Sonderausstellung „Playmobil Pferdegeschichten“ zu sehen ist, hat sich mein Horizont dahingehend stark erweitert.

Erstmals hat der Playmobil-Sammler-König Oliver Schaffer – übrigens der einzige, der offiziell im Namen Playmobils ausstellen darf – Teile seiner über 10.000 Figuren und mehr als 100.000 Einzelteile zu faszinierenden Welten rund ums Pferd zusammengestellt. Ein Fantasiereich mit Pegasus und Einhörnern, eine Winterlandschaft mit Eiskönig, mittelalterliches Spektakel und ländliche Idylle haben sich neben den Wilden Westen, einem großen Zirkus und eine Zeitreise zur Jahrhundertwende gesellt. Überall in den riesigen Schaukästen gibt es kleine Details zu entdecken, die Kindheitserinnerungen wecken und die Augen von Groß und Klein zum Leuchten bringen. Mein Favorit: die Zeitreise zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit großer Kutschengasse und selbstgebauter Kirche. (Hatte ich doch schließlich selbst einige der dort ausgestellten Figuren von Playmobil 1900…) Oder doch das Fantasiereich? Oder die Pippi Langstrumpf?

Als Informationstafelleser lernt man nicht nur eine Menge über die unglaubliche Vielzahl an Playmobil-Figuren, sondern auch über das Pferd. Und noch mehr über das Pferd – evolutions- und kulturgeschichtlich – erfährt man in der Dauerausstellung des Museums, was ich wirklich auch Nicht-Pferdenarren nur empfehlen kann. Wie sieht zum Beispiel der Blickwinkel eines Pferdes aus? Mit der Pferdebrille kann man es einmal selbst erfahren. Oder wie es sich im Damensattel reitet – mit Hilfe eines mechanischen Pferdes kein Problem. Es wird die Entwicklung des Pferdes als Arbeitstier, als Streitross bzw. im militärischen Einsatz sowie des Pferdesports sehr informativ gezeigt. Selbst der gar nicht so große Sonnenschein hatte seinen Spaß. Also definitiv auch für Kinder geeignet, die bis 4 Jahre sogar freien Eintritt haben.

Das bundesweit zentrale Museum zur Kulturgeschichte des Pferdes ist am Holzmarkt 9 in Verden (Aller) untergebracht. Geöffnet hat es dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.

Umhäkelte Nähgewichte

Meine Nähgewicht-Steine (und sonstigen Haushaltsgegenstände, die beim Zuschnitt gerade im unmittelbaren Umkreis auffindbar sind), haben Gesellschaft bekommen: umhäkelte Unterlegscheiben. Dafür habe ich endlich mal meine Häkelnadeln herausgeholt und etwas Wolle aus der Restekiste und mich während eines EM-Spiels am Häkeln versucht. Es hat erstaunlich gut geklappt. Einfache Maschen bekomme ich wohl jetzt hin.🙂 Die nächsten Projekte können kommen.

akhimo_crochet_sewing_weights_2

Erfahrene Nadeldompteure hätten für die vier Gewichte wohl nur wenige Minuten gebraucht, ich brauchte dann doch etwas mehr als eine Halbzeit. Mein Hirn und meine Hände mussten sich erst mal mit der ungewohnten Tätigkeit klar kommen. Aber ab dem zweiten Nähgewicht wurde es immer besser. Ich habe die Unterlegscheiben einmal mit einfachen Maschen und dann noch mit einer weiteren Reihe einfache Maschen verziert.

akhimo_crochet_sewing_weights_1

Das Zuschneiden mit den Gewichten klappt ebenfalls wunderbar. So wunderbar, das mir der Liebste schon neue Unterlegscheiben vom letzten Baumarkt-Besuch mitbringen musste.🙂

(Beitrag ist verlinkt bei Rums.)