Ein Satz Panties

Ich hab’s wieder getan. Was? Mir Unnerbüxen genäht. Die ersten beiden trage ich wirklich gern und da ich einfach mal einen Satz neue brauchte, lag das selber nähen doch wieder sehr nah. Stoffreste habe ich eh und ein wenig Upcycling konnte ich in diesem Zusammenhang auch gleich noch unterbringen: Die Wäschegummis sind von alten Unterhosen, bei denen der Stoff unreparierbar kaputt gegangen ist, wieder verwertet. Das klappte wirklich gut.

Genäht habe ich wieder das kostenlose Panty-Schnittmuster „Eve“ von pattydoo, das ich nach der ersten Unterhose etwas in der Höhe geändert habe. Bei zweien den Panties habe ich die Rückseite statt aus den zwei Stücken, die im Schnittmuster vorgesehen sind, im Bruch genäht. Das Schnittteil hat zwar eigentlich einen leichten Bogen, aber ich habe es so auf den Bruch gelegt, dass es im Zwickel noch passte. Daher ist die Hose über dem Po zwar etwas schmaler, was sich mir beim Tragen aber nicht wirklich bemerkbar macht. Wenn merkt man eher Unterschiede in der Stärke und Dehnbarkeit der gewählten Jerseys. Der Anker-Jersey ist zum Beispiel viel fester als der Rosen-Jersey.

Die anderen beiden Schlüpis sind wieder aus zwei Teilen an der Rückseite. Bei der einen habe ich leider nicht aufgepasst und das Schnittteil nicht spiegelverkehrt zugeschnitten. Für einen zweiten Versuch war allerdings nicht mehr genug vom Stoff übrig. Ach ja, dann improvisieren wir mal eben. So ein applizierter Anker hat ja auch was. 😉

(Beitrag ist verlinkt bei RUMS.)

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„Breaking Lights“ – Heather Hansen

Buchcover "The Breaking Light" von Heather HansenSplit City Book 1. Erschienen 2017.

Als Arden und Dade sich das erste Mal sehen, ist klar: Die beiden gehören zusammen. Nur gibt es ein kleines Problem. Sie hätten sich niemals sehen dürfen und können niemals zusammen sein. In ihrer Stadt irgendwo im All irgendwann in der Zukunft ist die Sonne nur den Reichen, den Solizen, vorbehalten, während die anderen unterhalb einer statischen Wolke gefangen sind. Noch schlimmer trifft es die Bewohner der Undercity, die zwar direkt auf dem Erdboden leben, aber durch eine steinerne Kuppel von der Welt über ihnen abgeschnitten sind – ohne Möglichkeit, dieser Welt zu entrinnen. Aber Arden ist Mitglieder einer mächtigen Gang, die mit Shine, einer Droge aus dem überlebenswichtigem Vitamin D, dealt und zahlreiche Wege hat, ihr Zuhause in der Undercity zu verlassen und in den oberen Levels zu agieren. Die Solizen sind ihre Erzfeinde – und Dade ist der Erbe des einflussreichsten Solizen-Clans. Es kommt, wie es kommen muss: Die Stimmung zwischen den einzelnen Schichten ist ohnehin schon am brodeln und droht in einen Bürgerkrieg zu enden, in dem Arden und Dade eine Seite wählen müssen.

Heather Hansens erster Roman ist locker, aber dicht geschrieben. Der Einstieg zeigt gleich, in welche Richtung es geht und lässt dennoch viele Punkte offen, wohin die Reise gehen wird. Wie werden sich die Liebenden entscheiden? Wird die Gesellschaft so bestehen bleiben, wie sie ist?  Die Welt, die sie kreiert ist düster, kalt und sehr detailliert.

„Breaking Lights“ ist das erste Buch einer zweibändigen Serie: The Split City. Der zweite Band kommt Anfang Dezember – und das ist auch gut so. Das erste Buch endet nämlich wirklich mitten im Kampf. (Gut, es gibt gerade eine kleine Verschnaufpause, aber es ist immer noch mitten im Kampf.) Und solche Cliffhanger sind echt nicht meins – so lange warten -, aber immerhin ist der Dezember ja nicht mehr so weit weg.  🙂

Fazit: 5 von 5. Ein YA-Roman der wirklich Spaß macht. Ich bin gespannt auf Band 2.

6 Köpfe, 12 Blöcke: Mein Augustblock

Ha, am 30. genäht und am 31. schon gezeigt. Das nenne ich mal eine Punktlandung: Mein Augustblock des „6 Köpfe, 12 Blöcke“-Quilt-Alongs ist fertig. Genäht aus einem Westfalen-Stoff mit Mond und Sternen gepaart mit einem einfachen Tupfenstoff von Idee.

Da ich die Rückseite des Stoffes, der eigentlich nur die Hauptseite in etwas abgeschwächter Intensität ist, so spannend finde, entsteht mein Card Trick durch das Spiel mit den beiden Seiten. Auch wenn er ein paar Macken hat, in Form von nicht ganz aufeinander treffenden Spitzen, ist es fast mein Lieblingsblock bisher.

Allerdings habe ich beim Nähen auch mal wieder festgestellt: Perfektion ist nicht meine Stärke beim Nähen. (Schon allein daran erkennbar, dass ich mich der Empfehlung der sehr guten Anleitung von Nadra widersetzte und ohne Sprühstärke gearbeitet habe. Und jede Menge Glück hatte, dass es dann doch so gut funktionierte.) 🙂 Wenn es nicht ganz passt, auch nach ein bis zweimal auftrennen, dann ist es ebenso und stört mich nicht weiter. Ich habe es ja immerhin versucht.

(Beitrag ist verlinkt bei RUMS und ellis and higgs)

Feuerwehr-Turnbeutel

Für die Wechselkleidung im Kindergarten braucht natürlich auch der kleine Sonnenschein einen Beutel. Da ich die klassischen Turnbeutel so gerne mag und diese für die Kleinen auch leicht zu öffnen sind, gab es – wie für den großen Sonnenschein auch – einen kleinen Turnbeutel zum Kita-Start. Passend für einen großen Feuerwehr-Fan mit vielen Leiterwagen, Rüstfahrzeugen etc. Gefunden habe ich den Stoff ebenfalls auf unserem Ausflug in die Niederlande.

Da der gewählte Stoff allerdings eher dünn ist, habe ich den Beutel doppelt genäht. Für die Innenseite habe ich einen blau-gestreiften Stoff aus meinem Fundus gewählt und aus einem kleinen Stoffrest mit bunten Punkten ein Namensschild appliziert. Dafür einfach mit einem Stoffmalstift den Namen aufgeschrieben, angenäht und fertig.

Die Ecken für die Ösen habe ich nochmal zusätzlich verstärkt mit H180 und einmal schräg abgenäht, so dass kleine Dreiecke entstehen. Durch die vielen Lagen war es aber gar nicht so einfach, die Ösen einzuschlagen. Gut, dass der Liebste geholfen hat.

Die Maße für den Beutel sind etwas größer als der Käpt’n-Gräte-Beutel und orientierten sich an den 50 cm bei voller Stoffbereite, die ich vom Feuerwehr-Stoff hatte. Daher habe sind die Fertigmaße nun ca. 47 x 35 cm. Eine gute Größe, wie ich finde. Zwei Sätze Wechselkleidung haben locker Platz – auch wenn der Beutel etwas schräg geworden ist. 😉

(Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag und HoT.)

„Ash and Quill“ – Rachel Caine

akhimo, Buchcover "Ash and Quill - The Great Library 3", Rachel CaineGreat Library Band 3. Erschienen 2017.

Der Kampf von Jess und seinen Freunden gegen die allmächtige Große Bibliothek geht in die nächste Runde. Nach der Flucht aus dem brennenden London, finden sich Jess, Morgan, Kaliha, Dario, Glain, Thomas, Wolfe und Santi in der Hauptstadt der Burner, Philadelphia, wieder. Aber auch hier sind die 8 nicht sicher. Die Stadt steht seit 100 Jahren unter Belagerung durch die High Garda, für die Burner repräsentieren sie nach wie vor den Erzfeind, die Bibliothek. Nur die Tatsache, das sie bereit sind ihnen eine Druckmaschine zu bauen sowie mit der Übersetzung einzigartiger Originale zu helfen, bewahrt sie vor dem Gefängnis in der gefangenen Stadt. Doch dann geht alles schief und sie müssen fliehen bevor Philadelphia auf bestialische Weise dem Erdboden gleich gemacht wird. Nur werden ihre Helfer ihnen wirklich Sicherheit bieten können oder spielen auch sie nur ein falsches Spiel?

Rachel Caine bleibt sich auch im dritten Band ihrer Serie treu. Die Geschichte ist gut und detailliert geschrieben, die Bilder werden im Kopf lebendig und die Story ist genial. Einfach gutes Kopfkino. Allerdings habe ich diesmal sehr lange gebraucht um in die Geschichte reinzukommen. Die ersten 40 Prozent haben sich für mich gezogen, erst mit der Flucht aus Philadelphia hat es mich richtig gepackt. Ein Grund dafür dürfte sein, dass ich mich einfach geärgert habe, dass dies eben nicht der letzte Band der Serie war. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass die Geschichte noch mehr hergibt und es nicht künstlich in die Länge gezogen wird. Daher war ich einfach davon überzeugt, „Ash and Quill“ müsste der Abschluss der Story sein. Tja, man kann sich auch mal täuschen. 🙂

Das Buch ist gut, wenn auch nicht so gut wie die beiden ersten Bände. Die Burner bekommen ein genauer definiertes Gesicht und ihre Position wird verständlicher. Außerdem wird Jess‘ Familie stärker beleuchtet und ihre Rolle deutlicher gezeichnet. Ja, der dritte Band ist eindeutig ein Übergang zum Finale (diesmal hoffentlich 😉 ), der die Protagonisten an die richtigen Positionen bringt. Er macht Sinn. Und der Cliffhanger ist noch fieser als in Band 2. Argh. (Aller Wahrscheinlichkeit nach müssen wir dann auch noch wieder ein Jahr warten, bis der sich auflöst.)

Fazit: 4,5 von 5 Sternen. Ein würdiger Band 3, der die Neugierde auf das Finale weckt.